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Qualität von Schule

Ein kritisches Handbuch

Jürgen van Buer and Cornelia Wagner

Edited By Cornelia Wagner and Jürgen van Buer

Mit dem Ziel der Qualitätsentwicklung der Einzelschule wird in den Bundesländern derzeit eine Vielzahl von Modellen erprobt. Das Handbuch fokussiert drei Fragen: Welches Wissen wird für die Erstellung, Implementierung und Verstetigung dieser Modelle genutzt? Inwieweit sind die verwendeten Modelle empirisch gesichert? Welche Perspektiven für die Zukunft zeichnen sich ab? Die Beiträge dieses Bandes, verfasst von Autorinnen und Autoren aus so unterschiedlichen Bereichen wie Schulleitung, Landesinstitut und (Berufs-)Bildungsforschung reichen vom Rückblick auf die Geschichte der schulischen Qualitätsentwicklung über die Diskussion grundlegender Fragen zu Schulqualität, Steuerung und Finanzierung über Analysen zu schulischen Tätigkeitsfeldern wie Schulprogrammarbeit, Schulmanagement, unterrichtliche Lehr-Lern-Prozesse bis hin zu Berichten über internationale Erfahrungen.

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III Systemische Bedingungen für die einzelschulische Qualitätsentwicklung

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Wolfgang Böttcher & Matthias Rürup Föderale Struktur des Bildungswesens und Schulentwicklung Die Diskussion zum deutschen Bildungsföderalismus wird bisher in ihrer Vielschichtig­ keit und ihrem Vorraussetzungsreichtum kaum systematisch reflektiert. Oberflächlich geht es um die schulpolitische Länderhoheit und ihre Konsequenzen. Unabhängige Größen wie das deutsche Parteiensystem, die umfängliche staatliche Aufsicht über die Schule und das deutsche Berechtigungswesen kommen dabei selten in den Blick. Ziel unseres Beitrages ist es, auch diesen Einflüssen und ihren möglichen Wirkungen nach­ zugehen und so die Komplexität des Verhältnisses von Föderalismus und Schulqualität wenigstens zu skizzieren. Am Beispiel der mit der Grundgesetznovelle 2006 verknüpften Vorstellungen eines bildungspolitischen Ideenwettbewerbs werden wir zudem die Idea­ lität der aktuellen Föderalismusreform und ihre wahrscheinliche praktische Relativie­ rung herausarbeiten. Unser Ausblick auf eine sachorientierte und kontinuierliche Schulsystementwicklung bleibt damit skeptisch. Dass die Art und Weise, wie die Zuständigkeiten für die Bildungseinrichtungen geord­ net sind, eine Bedeutung für die Qualität von pädagogischen Prozessen und Ergebnis­ sen hat, dürfte unstrittig, wenn auch empirisch nur unzureichend belegt sein. Auch wenn die Distanz zwischen den politischen und administrativen Höhen einerseits und den Tiefen des täglichen Geschäfts des Lehrens und Lernens andererseits groß ist, schaffen die Organisationsform des Staates, seiner Steuerungsintentionen und Inter­ ventionen förderliche oder hinderliche Bedingungen für Qualitätsentwicklungen im Schulwesen. In Deutschland ist die Schulpolitik Ländersache, und nicht erst seit der Wiedervereinigung ist dieser Sachverhalt Gegenstand...

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