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Religion und Sprache- Religion and Language

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Marietta Calderón Tichy and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen verschiedene Fragestellungen zu religiösen Bezügen in nicht-religiöser Sprache, etwa in Redewendungen, Ortsnamen, Ökonomie-Diskursen oder politischer Rhetorik, und zu nicht-(nur-)religiösen Konstruktionen in religiöser Sprache, etwa in Gebeten und anderen sakralen Texten, Ritualen oder religiösen Traktaten. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden angewandt, von der Diskursanalyse bis zur Onomastik, von der Soziolinguistik bis zur Metaphernanalyse. In vielen Aufsätzen wird interdisziplinär gearbeitet, etwa mit Input aus Bereichen wie der Literaturwissenschaft oder der Geschichtsforschung. Die untersuchten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Aramäisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hebräisch, Italienisch, Katalanisch, Kroatisch, Latein, Portugiesisch, Sefardisch und Spanisch.

The contributions to this book explore various questions concerning religious aspects and references in non-religious language, whether in idioms, place names, economic discourses or political rhetoric, and non-religious (among other) aspects and references in religious language, whether in prayers, sacred texts, rituals and religious treatises. The research presented applies a variety of methods, ranging from discourse analysis to onomastics, from sociolinguistics to metaphor analysis. The data come from languages such as Aramaic, Bosnian, German, English, French, Hebrew, Italian, Catalan, Croatian, Latin, Portuguese, Ladino and Spanish.

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Einleitung (Marietta Calderón)

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Marietta Calderón Einleitung Ziel der „X & Language/X & Sprache“-Reihe ist es, gesellschaftlich rele- vante Themen in ihrem Facettenreichtum, ihren diskursiven Einbettungen und ihren sprachlichen Manifestationen zu thematisieren und in ihrem diskursiven und – damit eng verbunden – sozialen Impact zu beleuchten. Als für Organisation und Herausgabe Verantwortliche streben wir dabei nach Pluralismus die sprachwissenschaftlichen und sprachwissenschafts- nahen Disziplinen, die methodologischen Zugänge und die vertretenen Sprachen (und Kulturen) betreffend und bemühen uns besonders auch um die Möglichkeit der Aufnahme und Vergleichbarmachung anglistisch, germanistisch, romanistisch und slawistisch betonter sowie sprachenver- gleichender Beiträge. Ersteres hat auch – besonders im vorliegenden Band – zu diskursanalyti- schen und lexikologischen Schwerpunktbildungen geführt. Letzteres er- scheint uns innerhalb der Neuphilologien immer noch ein – auch explizit zu thematisierendes – Desideratum, denn trotz einer Disziplineninter- kulturalität, die immer wieder Möglichkeiten zur Erweiterung unserer lin- guistischen Horizonte bietet, sind wir uns der vergleichsweise geringeren Menge anderer als germanischer (insbesondere englischer), romanischer und slawischer Varietäten und von diesen geprägter Kulturen bewusst. Wir könnten diese Schlagseite mit unseren linguistikdisziplinären Kern- kompetenzen und Gebundenheiten (hier konkret der Anglistik und der Romanistik) argumentieren, erkennen aber speziell bei der thematischen Ausrichtung dieses Bandes sehr wohl das Vorhandensein bestimmter kul- tureller Cluster und das Nichtvorhandensein anderer.1 1 Eine Besonderheit des hier untersuchten Rahmenthemas von Religion und Sprache bestand darin, dass die Kombination religiöser, th’ologischer und sprachwissenschaftlicher Fragestellungen und Zugänge nicht unbedingt zu Syn- ergien führt, sondern im Gegenteil auch Spannungen bestehen bzw. entstehen Marietta Calder...

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