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Religion und Sprache- Religion and Language

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Edited By Marietta Calderón Tichy and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen verschiedene Fragestellungen zu religiösen Bezügen in nicht-religiöser Sprache, etwa in Redewendungen, Ortsnamen, Ökonomie-Diskursen oder politischer Rhetorik, und zu nicht-(nur-)religiösen Konstruktionen in religiöser Sprache, etwa in Gebeten und anderen sakralen Texten, Ritualen oder religiösen Traktaten. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden angewandt, von der Diskursanalyse bis zur Onomastik, von der Soziolinguistik bis zur Metaphernanalyse. In vielen Aufsätzen wird interdisziplinär gearbeitet, etwa mit Input aus Bereichen wie der Literaturwissenschaft oder der Geschichtsforschung. Die untersuchten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Aramäisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hebräisch, Italienisch, Katalanisch, Kroatisch, Latein, Portugiesisch, Sefardisch und Spanisch.

The contributions to this book explore various questions concerning religious aspects and references in non-religious language, whether in idioms, place names, economic discourses or political rhetoric, and non-religious (among other) aspects and references in religious language, whether in prayers, sacred texts, rituals and religious treatises. The research presented applies a variety of methods, ranging from discourse analysis to onomastics, from sociolinguistics to metaphor analysis. The data come from languages such as Aramaic, Bosnian, German, English, French, Hebrew, Italian, Catalan, Croatian, Latin, Portuguese, Ladino and Spanish.

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Römisch-katholische Kirche und katalanische Sprachenpolitik (Sandra Herling & Sonja Sälzer)

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Martina Anissa Strommer 356 Wendt, Reinhard (1998). „Einleitung. Wege durch Babylon oder: Wald- läufer im Dschungel der Idiome.“ In: Wendt (1998). 7-42. Wendt, Reinhard (Hrsg.) (1998). Wege durch Babylon. Missionare, Sprachstudien und interkulturelle Kommunikation. Tübingen: Narr. Sandra Herling & Sonja Sälzer Römisch-katholische Kirche und katalanische Sprachenpolitik 1. Vorbemerkungen Das Katalanische gehört zu jenen romanischen Regional- bzw. Minder- heitensprachen, die in der soziolinguistischen Forschung große Berück- sichtigung gefunden haben. Besonders die Situation der katalanischen Sprache in der spanischen Region Katalonien ist intensiv analysiert worden. Bei der Sichtung der Forschungsliteratur fällt jedoch auf, dass Fragestellungen, die den religiösen Kontext betreffen, kaum oder nur marginal behandelt wurden. Vor diesem Hintergrund setzt sich der vor- liegende Beitrag zum Ziel, eine chronologische Skizze zur Relation zwischen römisch-katholischer Kirche und der katalanischen Sprache zu liefern. Bei der Beschäftigung mit der gegenwärtigen soziolinguistischen Situa- tion des Katalanischen ist eine Berücksichtigung diachroner Aspekte un- umgänglich. Die wechselvolle Geschichte nicht nur des Katalanischen sondern auch weiterer Regionalsprachen in Spanien ist im Grunde eine Geschichte der repressiven und zentralistischen Sprachenpolitik. Den Höhepunkt Letzterer stellt bekanntermaßen die Franco-Diktatur im 20. Jahrhundert dar. Intention war es – generalisierend ausgedrückt – alle Regionalsprachen gesellschaftlich zu marginalisieren bzw. zu eliminie- ren. Erst der Beginn der Demokratie nach 1975 eröffnete den Regional- sprachen die Möglichkeit, eine eigenständige Sprach- und Sprachen- politik zu definieren. Interessant in diesem Zusammenhang sind nun die folgenden Fragen, denen im weiteren Verlauf des Beitrages...

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