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Verbale Indirektheiten beim Diskursdolmetschen am Beispiel des Sprachenpaars Polnisch–Deutsch

Agnieszka Will

Was sind verbale Indirektheiten und wie geht die DolmetscherIn mit ihnen um? Auf Grundlage a) theoretisch hergeleiteter Definitionskriterien für eine translationswissenschaftlich/-praktisch orientierte Definition und b) authentischer Daten des Sprachenpaars Polnisch–Deutsch wird eine operationalisierte Definition erarbeitet: die 2-Komponenten-Indirektheit. Zur Überprüfung des Umgangs der DolmetscherIn mit dieser wird, aufgrund der spezifischen Gesprächsstruktur des gedolmetschten Diskurses, ein passendes Kommunikationsmodell hergeleitet: das Kommunikationsmodell der Dolmetschtriade. Die darin integrierte, schrittweise und systematische Bedeutungsbestimmung der Indirektheit sowie Reflexionsmöglichkeit kann die DolmetscherIn zur Qualitätssicherung in der aktuellen Dolmetschsituation nutzen.

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Persönliches Vorwort und Danksagung

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Nach meinem Studium zur Diplom-Übersetzerin in Germersheim vergegenwärtige ich mir, wie viele Fachthemen ich noch vertiefen wollte. Die zahlreichen Unterschie- de, die ich in der Denk-, Lern-, Argumentations- und Arbeitsweise zwischen meinen polnischen, deutschen und polnisch-deutschen KommilitonInnen beobachtet hatte, warfen die Frage auf, ob sie tatsächlich existieren und evtl. Auswirkungen auf das Übersetzen und Dolmetschen haben. Zusammen mit dem Drang, das strukturierte Denken und Arbeiten, das mir wie eine Fremdsprache erschien, erlernen zu wollen, begann mein Weg der Promotion. Mein Vorhaben, in den Bereich der Neuropsychologie zu gehen, scheiterte d aran, dass ich über keine Grundlagen in diesem Fach verfügte. Die Entscheidung, im „eigenen“ Fach zu promovieren, hätte ich nicht ohne die Beratung meines ersten Ansprechpartners an der Universität des Saarlandes getroffen: Herrn Dr. Theo Jäger, Leiter des Graduiertenprogrammes GradUS und Koordinator des Graduiertenkollegs Adaptive Minds. Aus diesem Grund möchte ich Dr. Jäger ganz herzlich danken. Meine sechsjährige Arbeit an der vorliegenden Monographie gliedert sich in zwei Abschnitte. Den ersten an der Universität des Saarlandes, wo ich in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Heidrun Gerzymisch meine ersten wissenschaftli- chen Schritte machte. Den zweiten an der Universität Heidelberg, wo ich unter der Leitung von Prof. Dr. Vahram Atayan die Arbeit entwickelte und verfasste. Als mein Erstbetreuer hat Prof. Dr. Atayan meinen Verstand geschult, meine Arbeit konstruktiv und geduldig begleitet und mir v. a. die Grenzen meines wis- senschaftlichen Anliegens aufgedeckt. Durch seine Offenheit für die Erkenntnisse benachbarter Disziplinen...

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