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Das Selbst im Bild

Eine empirische Studie zum Einsatz von Bildmaterialien zur Förderung von Selbstreflexions- und Selbstveränderungsprozessen im Einzelcoaching

Jasmin Messerschmidt

Das Buch leistet einen Beitrag zur Professionalisierung von Coaching. Die Autorin geht der Frage nach, inwieweit die Betrachtung von Bildmaterialien im Einzelcoaching Selbstreflexions- und Entwicklungsprozesse fördert. In dialogorientierten, leitfadengestützten Experteninterviews berichten Coaches und Klienten über ihre Erfahrungen. Die Analyse zeigt, dass bildhafte Interventionen den Zugang zu Emotionen und impliziten Prozessen sowie Selbstreflexions- und Selbstveränderungsprozesse wirksam unterstützen. Auf Seiten der Klienten bestätigt sich die große Bedeutung von Vertrauen, auf Seiten der Coaches die Notwendigkeit theoriegeleiteten Handelns und professionellen Reflektierens als Wirkfaktoren für gelingende Coaching-Prozesse.

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6. Methoden zur Aktivierung von Selbstreflexion und Erweiterung des Selbstzugangs

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143 6. Methoden zur Aktivierung von Selbstreflexion und Erweiterung des Selbstzugangs „Wer den Knoten nicht kennt, kann ihn nicht lösen“ Aristoteles Wie beschrieben spielt die Aktivierung des Selbstsystems für ergebnisorientierte Selbstreflexionsprozesse eine zentrale Rolle. Gelingt es im Coaching, das Selbst- system des Kunden zu aktivieren und ihm den Selbstzugang zu ermöglichen, kann er sich bewusst werden, welche Informationen sein implizites Selbst verar- beitet. Er erhält Zugang zu seinen sämtlichen Lebenserfahrungen und ist in der Lage, einen integrativen Eindruck von sich, seinen Erfahrungen, Einstellungen und Bedürfnissen zu gewinnen. Dies wiederum ermöglicht dem Kunden auch, selbstkongruente Ziele für eine stimmige Selbstveränderung zu entwickeln und Klarheit über diffuse Anliegen zu gewinnen. Im Mittelpunkt des 6. Kapitels stehen Methoden, die im Coaching eingesetzt werden können, um Selbstreflexionsprozesse, den Zugang zum impliziten Selbst sowie die Entwicklung selbstkongruenter Ziele zu unterstützen. In Kapitel 6.1 wird der Begriff „Methode“ im Coaching dargelegt und von den Begriffen „Intervention“, „Technik“ und „Tool“ abgegrenzt. Anknüpfend (6.1.1) wird herausgearbeitet, welchen Anforderungen ein professionelles methodi- sches Vorgehen im Coaching entsprechen sollte. Gespräche, d. h. menschliche Kommunikation und Sprache stellen die Grundlage der beraterischen Tätigkeit als Coach dar (vgl. Schreyögg, 2001, 215; Eberhart & Knill, 2010, 11). In Kapitel 6.2 wird daher vertiefend auf die Bedeutung von Sprache im Beratungskontext und die Gestaltung des Dialogs als zentrale Interventionsform im Coaching eingegangen. Nachfolgend (6.2.4) werden einige zentrale sprachliche Metho- den zur Unterstützung von Selbstreflexionsprozessen im Coaching beschrie- ben. Im...

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