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Das mentale Lexikon von Lehrern und Schülern

Ein sprachwissenschaftlicher Schulartenvergleich auf Wortartenbasis

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Bianca Schmidl

Die Autorin stellt einen sprachwissenschaftlichen Schulartenvergleich an. Sie untersucht das mentale Lexikon von Lehrkräften und Schülern der Hauptschule bzw. Mittelschule und des Gymnasiums in Bayern auf Basis der Sprachbarrierenforschung und der institutionellen Kommunikationsforschung – ergänzt um aktuelle Ergebnisse der PISA-Studie. Anhand einer neu entwickelten pragma-institutionellen Methodenkombination wählt sie quantitative und qualitative Untersuchungspunkte aus und analysiert diese hinsichtlich ihrer konkreten Wirkung auf den Unterricht. Die Autorin ermittelt anhand dieses Verfahrens den Wortschatz der Aktanten beider Schularten, zieht erste Schlussfolgerungen hinsichtlich der Wortartenverwendung und zeigt mögliche Auswirkungen auf die Institutionsagenten und -klienten auf.

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2 Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit

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Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das sprachliche Verhalten von Lehrern und Schü- lern unterschiedlicher Schularten zu untersuchen. Auf diese Weise sollen Daten über mögliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der sprachlichen Kom- petenz von Lehrern und Schülern, die unterschiedlichen Schularten angehören, gewonnen werden. Bisher existiert keine hier bekannte Arbeit, die sich mit schul- artenspezifischer Sprachkompetenz beschäftigt. Diese Arbeit soll daher einen Beitrag dazu leisten, eine Forschungslücke auf diesem sprachwissenschaftlichen Gebiet zu schließen und weitere Arbeiten in diesem Feld anzuregen. Um dieses weite Untersuchungsfeld einzugrenzen, wird zunächst der Begriff Sprachkompetenz bzw. Sprachbeherrschung definiert. Zu diesem Zwecke betrach- te ich zunächst den Kompetenz-Begriff des frühen Chomsky, der sich für diese Arbeit jedoch als weniger brauchbar erweisen wird, und gehe weiter zu lernpsy- chologischen Überlegungen zum Sprachkompetenzbegriff. Ich werde zwei un- terschiedliche Sprachkompetenzmodelle aus der Lernpsychologie, die sich m.E. sehr gut ergänzen, verbinden und durch eigene Ideen vervollständigen, um ein für diese Arbeit geltendes neues Sprachbeherrschungsmodell zu erhalten. Aus diesem Sprachbeherrschungsmodell wird hervorgehen, dass das mentale Lexikon einen wesentlichen Grundbestandteil der Sprachbeherrschung darstellt und deshalb untersucht werden sollte. Chomskys späte Theorien bestätigen die Relevanz des mentalen Lexikons in der Sprachproduktion und bestärken mich in dieser Über- zeugung sowie dem Vorhaben, mich in dieser Arbeit zunächst auf das mentale Le- xikon von Lehrern und Schülern unterschiedlicher Schularten zu konzentrieren. Bei der sprachwissenschaftlichen Untersuchung des mentalen Lexikons kommt man neben der Definition des Sprachkompetenzbegriffs nicht umhin,...

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