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Wortfamilien im Vergleich

Theoretische und historiographische Aspekte am Beispiel von Lokutionsverben

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Héctor Hernández Arocha

Dieses Buch untersucht einzelsprachlich sowie kontrastiv zwei prototypische Wortfamilien der Lokution im Spanischen und Deutschen. So kann der Autor Ähnlichkeiten und Unterschiede besonders im Hinblick auf die morphosemantischen Strukturen aufzeigen. Die Untersuchung befasst sich also einerseits mit den geschichtlichen Grundlagen der internationalen Wortfamilienforschung und andererseits mit den Konvergenzen und Divergenzen, die sich auf Basis des erforschten Materials ergeben.

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1. Einleitung: Definition der Wortfamilie, Probleme, Methoden und Ziele

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Ziel der vorliegenden Studie ist es, zwei prototypische Wortfamilien der Lokution im Spanischen und Deutschen einzelsprachlich sowie kontrastiv zu untersuchen, um ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede besonders im Hinblick auf ihre morpho‑ semantischen Strukturen aufzuzeigen. Bevor näher auf die konkrete Problematik eingegangen wird, soll eine Eingrenzung des Untersuchungsfeldes erfolgen. Die Untersuchung konzentriert sich v. a. auf die synchrone Dimension der Wortfamilien, obwohl punktuell diachrone Aspekte angeführt werden, die uns unentbehrlich für die synchrone Beschreibung und Erklärung der jeweiligen Wortfamilien scheinen. Wir betrachten dabei die syn chrone Dimension aus ver‑ schiedenen Gründen vielmehr als aktuellen Zustand der diachronen Dimension als ein produktives, zu einem bestimmten Zeitpunkt exklusiv geltendes Regel‑ system. Die deutsche Wortfamilie stellt in dieser Hinsicht eine optimale Bezugsstruktur für den interlingualen Vergleich dar, da sie in Bezug auf die Wortfamilienbildung gegenüber der spanischen Wortfamilie eine erhebliche Produktivität aufweist. Die behandelten Wortfamilien bilden eine Subklasse der möglichen Wortfami‑ lien, die aus den Wortbildungssystemen der jeweiligen Sprachen in der diachronen Entwicklung entstanden sind. Ausgehend von Ergebnissen eigener und bereits existierender Studien zu morphose mantischen und lexikalischen Aspekten wer‑ den beide Wortfamilien analysiert. Die vorliegende Untersuchung unterscheidet sich von den genannten Studien darin, dass die morphologische Diskussion über die einzelnen Wortbildungsverfahren der beiden Sprachen erst an zweiter Stelle herangezogen wird. An erster Stelle stehen dagegen das Problem der Wortfami‑ lienstruktur an sich sowie die theoretischen und angewandten Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben. Das Wortfamilienproblem in den Vordergrund zu stellen und, wie die historische Entwicklung...

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