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Die Effektivität der Sprachförderung ein- und mehrsprachiger Kinder in vorschulischen Einrichtungen

Eine kontrollierte Interventionsstudie zur Evaluierung des Sprachförderkonzeptes «Language Route»

Detta Schütz

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob die Sprachfördermaßnahmen, die in Kindertageseinrichtungen durchgeführt werden, nachweisbare Effekte auf die Sprachentwicklung der geförderten Kinder haben. Es werden zunächst verschiedene Evaluationsstudien vorgestellt, die diesbezüglich zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Auf dieser Grundlage entwickelt die Autorin Kriterien, die eine Sprachfördermaßnahme offenbar erfüllen sollte, um positiven Einfluss auf die Sprachentwicklung von Kindern haben zu können. Im Rahmen einer kontrollierten Interventionsstudie wurde exemplarisch die Effektivität des Sprachförderkonzeptes «Language Route» evaluiert. Die Ergebnisse dieser Evaluationsstudie werden ausführlich dargestellt.

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8 Diskussion

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8.1 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse 8.1.1 Leistungsveränderung zwischen Prä- und Posttestung Alternativhypothese H1 (1): „Die mit dem Sprachförderkonzept Language Route geförderten Kinder er- reichen in der Posttestung signifikant bessere Ergebnisse in den angewandten standardisierten Sprachentwicklungstests als in der Prätestung�“ Im Projekt LEF-MK konnte ein statistisch signifikanter Entwicklungszuwachs aller Kinder, die eine Sprachförderung erhielten, nachgewiesen werden� Dies gilt sowohl für die Experimentalgruppe, die mit dem Sprachförderkonzept Language Route gefördert wurde, als auch für die Kontrollgruppe, in der die allgemeine Sprachbildung im Alltag durch spezifische Sprachfördermaßnahmen im Klein- gruppensetting (Pull-Out-Setting) für Kinder mit Sprachförderbedarf ergänzt wurde� Diese Ergebnisse stehen im Widerspruch zu den Resultaten anderer Studien, welche die Annahme nahelegten, dass durch eine Sprachförderung in Kinderta- geseinrichtungen keine signifikanten Effekte zu erzielen seien (vgl� Gasteiger- Klicpera 2007, Hofmann et al� 2008)� Dass diese Annahme nicht grundsätzlich zutrifft, zeigte sich bereits im sys- tematischen Review verschiedener Studien zur Evaluierung von Sprachförder- maßnahmen (vgl� Kapitel 6)� Dies wurde nun durch die Ergebnisse des Projektes LEF-MK unterstrichen� 8.1.2 Unterschiede im Leistungszuwachs zwischen EG und nicht spezifisch geförderten Kindern Alternativhypothese H1 (2): „Die mit dem Sprachförderkonzept Language Route geförderten Kindern (EG) erreichen im Zeitraum zwischen Prätestung und Posttestung eine signifikant stärkere Verbesserung ihrer mit Hilfe der standardisierten Testverfahren ge- messenen sprachlichen Fähigkeiten als diejenigen Kinder der KG, die keine spezifische Sprachförderung erhielten�“ Diskussion264 Es konnte festgestellt werden, dass sich...

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