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Die Anfechtung vertraglich vereinbarter Aufrechnungen innerhalb und außerhalb der Insolvenz

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Markus Johannes Huber

Vertraglich vereinbarte Aufrechnungen gehören zu den wichtigsten zivilrechtlichen Erfüllungssurrogaten. Zugleich stellen sie bei drohender Insolvenz oder Zwangsvollstreckung relativ einfache Gestaltungsoptionen zur Verkürzung des schuldnerischen Vermögens dar, da sie es einem Gläubiger ermöglichen, eine Forderung des Schuldners ohne reale Leistungserbringung zum Erlöschen zu bringen. Diese Arbeit untersucht für die verschiedenen Varianten vertraglich vereinbarter Aufrechnungen, unter welchen Voraussetzungen diese zugunsten der Insolvenz- bzw. Zwangsvollstreckungsgläubiger im Wege der Anfechtung rückgängig gemacht werden können. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, ob und inwieweit dabei Differenzierungen zwischen der Insolvenzanfechtung und der Gläubigeranfechtung geboten sind.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................... 29 Einleitung ................................................................................................................... 33 A. Thematik und Gang der Untersuchung ........................................................... 33 B. Terminologische Festlegungen .......................................................................... 36 I. Zum Begriff der Gläubigeranfechtung ..................................................... 36 II. Zur vertraglich vereinbarten Aufrechnung ............................................ 36 Kapitel 1. Das Verhältnis von Insolvenz- und Gläubigeranfechtung ...................................................................... 41 A. Die historische Entwicklung beider Anfechtungsinstitute ........................ 41 I. Die actio Pauliana des römischen Rechts als Grundlage der heutigen Anfechtungsregelungen ............................................................. 41 1. Die Schutzmittel für die Gläubiger im klassischen römischen Recht ....................................................................................... 42 a) Das Gesamtvollstreckungsverfahren im prätorischen Recht ........................................................................ 42 b) Die Anfechtungsrechtsbehelfe bei Benachteiligung der Gläubiger .................................................................................. 44 2. Die Einheitsanfechtungsklage des nachklassischen römischen Rechts ..................................................................................... 46 3. Fortwirkung der actio Pauliana im gegenwärtigen Anfechtungsrecht .................................................................................... 48 II. Die Vorgängerregelungen der InsO und des AnfG ............................... 50 1. Die Anfechtungsregelungen des preußischen Rechts ..................... 50 2. Die Konkurs- und Einzelanfechtung in der Reichsjustizgesetzgebung....................................................................... 52 3. Beibehaltung der anfechtungsrechtlichen Konzeption in den heutigen Regelungen der InsO und des AnfG ........................... 55 III. Konsequenzen für das Verhältnis beider Anfechtungsinstitute ......... 56 Inhaltsverzeichnis12 B. Das teleologische Verhältnis von Insolvenz- und Gläubigeranfechtung ........................................................................................... 57 I. Die Wiederherstellung der Haftungsordnung als grundlegendes Rechtsschutzziel der Anfechtungsinstitute ................ 57 1. Die Wirkungen der Insolvenzanfechtung .......................................... 58 2. Die Wirkungen der Anfechtung außerhalb des Insolvenzverfahrens ................................................................................ 58 3. Die gemeinsame Zwecksetzung der Anfechtungsinstitute und deren unterschiedliche Verwirklichung ..................................... 60 4. Unergiebigkeit für eine fundierte Deutung der Anfechtungsinstitute............................................................................... 62 II. Sinn und Zweck der Tatbestände der Insolvenz- und Gläubigeranfechtung .................................................................................... 63 1. Der Schutz des Befriedigungsrechts der Gläubiger als weitgehend unzureichender Differenzierungsansatz ...................... 63 2....

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