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Nominalphrase in der Sprache des Handelsrechts aus deutsch-polnischer kontrastiver Sicht

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Gabriela Nitka

Die Monographie untersucht die minimalen und erweiterten Nominalphrasen in der deutschen und polnischen Rechtssprache. Nominalphrasen bilden das auffälligste und zugleich das wichtigste Merkmal der rechtssprachlichen Syntax. In den beiden gegenübergestellten Rechtssprachen werden sie aber mit Hilfe unterschiedlicher grammatischer Sprachmittel konstruiert. Die Monographie beschreibt anhand zahlreicher Beispiele diverse Strukturbildungsmechanismen, prä- und postnominale Erweiterungsmöglichkeiten sowie verschiedene Hierarchiebeziehungen zwischen den einzelnen Elementen innerhalb der Nominalphrasen in der deutschen und polnischen Rechtssprache. Bei ihrer Analyse entwickelt die Autorin eine kontrastiv angelegte Strukturbeschreibung der Nominalphrasen in diesen beiden nationalen, normativ geprägten Rechtssprachen.

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1. Einleitende Bemerkungen

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1.1. Gegenstand und Ziele der Arbeit Bei der Erforschung der systemlinguistischen Eigenschaften einer Fachsprache fällt sofort auf, dass die Besonderheit dieser Sprachvarietät zum einen in ihrem speziellen Wortschatz, der auf die Bedürfnisse des bestimmten Faches bzw. des Fachgebietes ausgerichtet ist, und zum anderen in der Gebrauchshäufigkeit grammatischer, d. h. syntaktischer und morphologischer Mittel liegt (vgl. Fluck 1996:12).1 Fachliche Spezifika auf der grammatischen Ebene kommen vor allem bei dem Vergleich mit der Allgemeinsprache zum Vorschein.2 Gegenüber der standardsprachlichen Grammatik weisen die Auswahl und die Verwendungs- weise bestimmter syntaktischer Konstruktionen und morphologischer Formen in der gegebenen Fachsprache vor allem quantitative Unterschiede auf. Diese Unterschiede bestehen in der Selektion entsprechender grammatischer Muster (vgl. Roelcke 2010:71). Betont werden sollte, dass die erwähnte Selektion nicht willkürlich erfolgt, sondern bestimmten funktionalen Bedingungen unterliegt. „Zu diesen Funktionen gehören der möglichst adäquate Bezug zur Wirklichkeit und die logische Folgerichtigkeit der Äußerungen (Deutlichkeit), der möglichst adäquate Bezug zum Rezipienten (Verständlichkeit), die Effizienz der Darstellung (Ökonomie) sowie die Objektivierung (Anonymität)” (Roelcke 2010:72). Bezug nehmend auf die systemlinguistischen Eigenschaften ist die Rechts- sprache dem System der Fachsprachen zuzuordnen. Ihre Fachsprachlichkeit manifestiert sich hinsichtlich der lexikalischen Eigenschaften durch die fest fachverankerte Terminologie. Auf der grammatischen Ebene findet man eine Vielzahl syntaktischer Strukturen und morphologischer Formen, wie beispiels- weise ausgeprägte Nominalisierungstendenz, häufige Bildung von Wortzusam- mensetzungen, verstärkte links- und rechtsseitige Attribuierung mit mehrfachen Adjektiv-, Genitiv- und Präpositionalkonstruktionen, ausgebaute Partizipialkon- struktionen,...

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