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Kulturkritik zwischen Deutschland und Frankreich (1890–1933)

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Olivier Agard and Barbara Beßlich

Kulturkritik ist oft als ein spezifisch deutsches Phänomen beschrieben worden. Seit Sterns Studie über «Kulturpessimismus als politische Gefahr» war das Augenmerk vermehrt auf die Nähe zum Nationalismus gerichtet. Seitdem verblieb die deutsche Kulturkritik im Generalverdacht teleologischer Verbindung zum Nationalsozialismus und wurde oft mit überspannter nationalistischer Ideologie gleichgesetzt. Jedoch lässt sich die Entwicklung der Kulturkritik auch als eine Kontaktgeschichte zwischen den Nationen perspektivieren. Dass Kulturkritik nicht nur ein Produkt nationaler Eigenbrötelei ist, sondern sich diverse kulturkritische Strömungen in Deutschland gerade in der Auseinandersetzung mit französischen Entwicklungen herausgebildet haben, ist der Ausgangspunkt des vorliegenden Bandes.
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Bergson im George-Kreis – Mittler und Wege

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1.

Der Teilzeit-Georgeaner Oscar A. H. Schmitz zog 1914 eine vorläufige Bilanz unter die deutsche Bergson-Rezeption:

„In Frankreich wird Nietzsche jetzt von einem neuen Namen überstrahlt: von Henry Bergson. […] Aber wie sind die Deutschen mit ihm umgegangen? Die Zünftigen haben ihn natürlich sofort zu vernichten versucht und erklärt, das sei überhaupt keine Philosophie. Die andern fanden ihn sehr interessant und stellten ihn zu Häupten ihres Alltags aufs Bücherbrett […]. Habemus philosophum, und damit ist für Deutschland der Fall Bergson erledigt.“1

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