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Prolegomena to a Science of Reasoning

Phaneroscopy, Semeiotic, Logic

Charles S. Peirce

Edited By Elize Bisanz

Charles Sanders Peirce (1839–1914), American Scientist, Mathematician, and Logician, developed much of the logic widely used today. Using copies of his unpublished manuscripts, this book provides a comprehensive collection of Peirce’s writings on Phaneroscopy and the outlines of his project to develop a Science of Reasoning. The collection is focused on three main fields: Phaneroscopy, the science of observation, Semeiotic, the science of sign relations, and Logic, the science of inferences. Peirce understands all thought to be mediated in and through signs and its essence to be diagrammatic. The book serves as a timely contribution for the introduction of Peirce’s Phaneroscopy to the emerging research field of Image Sciences.
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Phaneroscopy, Semeiotik, Logik. Eine Einführung

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Phaneroscopy, Semeiotik, Logik Eine Einführung

Charles S. Peirce – bekannt als der Gründer der modernen Zeichenwissenschaft – richtet sein wissenschaftliches Interesse nicht primär auf die formale Grundlage von Zeichen, sondern auf das Zeichen als die Objektivation von Gedankenprozessen. Denkprozesse, erklärt er, bestehen aus einer Reihe von Bedeutungstransformationen, sind eingebettet im Interpretationsprozess und gestützt durch logische Strukturen. In Peirces umfangreichem Oeuvre sind zahlreiche Hinweise und Passagen zu finden, deren Gedankenkonzepte und Architektonik trotz der breiten Zerstreuung auf ein einheitliches, mit festen theoretischen Zügen erfassbares und inhaltlich kohärentes Werk über eine Wissenschaft des Denkens hindeuten. Dies umreißt konstitutive Elemente eines Wissenschaftsmodells, das das Denken – samt seiner Struktur und Entwicklungsdynamik – erklärt und Konzepte von Zeichenrelationen, von Temporalität, von Bedeutungsgenerierung sowie eine funktionale Ebene von logischen Gesetzmäßigkeiten aufweisen kann.

Alles Denken, so Peirce, beginnt und endet im Zeichen. Zeichen kommunizieren Ideen, indem sie Ideen von vergangenen Gedanken mit denen der Zukunft verbinden. Mehr als reine Gedanken oder imaginäre Zeichen verkörpern sie Potentialitäten, die sowohl zu intern-mentalen wie auch extern-universalen Zeichen transformiert werden. Zeichen entstehen im Denkprozess und sind dessen Manifestation und Fixierung zugleich: daraus darf allerdings nicht gefolgert werden, dass die Wissenschaft des Denkens mit einer Wissenschaft des Zeichens gleichzusetzen sei. Denn, das Zeichen als Resultat des Denkprozesses ist vor allem die Repräsentation einer vergangenen Handlung, und als solche ist sie lediglich in der Lage, die formalen Bedingtheiten von Zeichen, aber niemals den Ansatzpunkt...

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