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Philanthropie 2.0

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Edited By Johannes Krall, Richard Lernbass, Harald Mahrer, Christoph Neumayer and Oliver Stauber

Der soziale Kapitalmarkt ist im Wachstum begriffen. Neben der langen Tradition der Philanthropie im angloamerikanischen Raum haben europäische Staaten unterschiedliche Entwicklungsstufen erreicht. Philanthropisches Engagement privater Stiftungen und institutioneller Investoren generiert einen unverzichtbaren Impact für politische, wissenschaftliche, sozial-karitative und ökologische Aufgaben. Die private Förderung von Start-ups und Social Entrepreneurs kommt insbesondere den gesellschaftspolitisch relevanten Parametern Innovation und Beschäftigung zugute. Moderne Stiftungen begnügen sich nicht mit der Bereitstellung finanzieller Mittel. Komplexen Herausforderungen und Lösungsansätzen wird im Wege kollaborativen Wirkens begegnet. Zunächst geht es um den Aufbau einer Gemeinnützigkeitskultur und die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese stehen unter dem Postulat der politischen Akzeptanz des gemeinnützigen Akteurs und der Anerkennung seines Beitrags zum Gemeinwohl der zivilen Gesellschaft. In diesem Kontext ist etwa die instrumentelle Funktion von Steuerbegünstigungen von hoher Effizienz gekennzeichnet. Schließlich ebnet diese den Boden für die erforderliche Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Finanzierungsformen. Im Idealfall impliziert philanthropisches Verhalten eine Win-win-Situation und bewirkt direkte Umverteilung hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit.
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Fundraising für die Wissenschaft – Chancen und Erfolgsfaktoren

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Arnulf Melzer & Frank Frieß

Fundraising für die Wissenschaft – Chancen und Erfolgsfaktoren

Abstract: The “entrepreneurial university”, a concept made popular by Burton Clark, combines initiative and self-regulation in order to achieve scientific excellence and international competitiveness. The article highlights some aspects for a successful major donor fundraising and shows why it is crucial to encourage university boards and staff.

1.       Warum Fundraising für die Wissenschaft?

Wissenschaft, Bildung und Forschung sind zentrale Faktoren für die Bewältigung zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen und für die Stärkung der Wirtschaftsentwicklung einer Region und eines Landes. Der demographische Wandel, Gesundheit, Energie, Umweltschutz sind nur einige der Themen, die gesellschaftliche, ökonomische, wissenschaftliche und technologische Innovationen und Antworten erfordern. Zudem leben wir in einer Zeit, in der die Innovationszyklen schneller werden und der Lösungsdruck durch beschleunigte Prozesse zunimmt. Von Universitäten, Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen wird erwartet, dass sie Beiträge zur Lösung dieser Herausforderungen liefern. Darüber hinaus müssen sie Anschluss an die internationale Wissenschaftsentwicklung halten. Dazu ist es allerdings auch wichtig, dass sie als Organisationen leistungsfähig sind, so wie ein Unternehmen nur dann Kundenbedürfnisse befriedigen und am Markt bestehen kann, wenn es professionell gemanagt wird, effektiv arbeitet, seine Kosten im Blick behält und seine Finanzstruktur auf soliden Füßen steht. Betrachten wir die Organisation von Wissenschaft, Bildung und Forschung genauer.

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