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Geschichte und Gesellschaft des modernen China

Kritik – Empirie – Theorie / Festschrift für Mechthild Leutner

Edited By Katja Levy

Welche Themen und Fragestellungen bewegen internationale Chinaforscherinnen und -forscher heute? Mit welchen Methoden und in welchem disziplinären Umfeld arbeiten sie? Dieser Sammelband enthält aktuelle Beiträge zur Chinaforschung in Europa, China und den USA. Renommierte Vertreterinnen und Vertreter des Faches stellen ihre Forschungsergebnisse auf den Gebieten Sinologie (inklusive Geschichte des Faches und chinesische Sprache), Gender, China und die Welt sowie Politik, Recht und Gesellschaft vor. Es zeigt sich, dass die aktuelle Forschung über China ein interdisziplinäres Fach geworden ist und Erkenntnisse zu den großen Fragen bereithält, die weit über die Grenzen des Reichs der Mitte hinausgehen.
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Martin Leutner - Mótuōchē und Mǎlāsōng – Zur Klassifikation von englischsprachigen Lehnwörtern im Chinesischen

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Martin Leutner

Mótuōchē und Mǎlāsōng – Zur Klassifikation von englischsprachigen Lehnwörtern im Chinesischen1

Abstract: The Chinese language comprises numerous loanwords, particularly borrowings from English. Up to now there is no unified classification system for the different ways of transferring these loanwords into the Chinese language. This article tries to fill this gap.

China steht schon seit Anbeginn seiner Zivilisation in Kontakt mit anderen Kulturen und damit Sprechern verschiedener Sprachen. Folglich ist das Chinesische reich an Begriffen fremder Herkunft. Während einerseits vor allem der Kontakt zu altaischen Sprachen viele Jahrhunderte aufgrund der Verflechtung der Kulturen sehr rege war, ist seit der Expansion der Westmächte in China im 19. Jahrhundert eine starke Zunahme von Entlehnungen2 aus indoeuropäischen Sprachen – hier besonders aus dem Englischen – sowie aus dem Japanischen zu beobachten.

Nachdem in den 1950er und frühen 1960er Jahren aufgrund der engen Beziehungen Chinas zur Sowjetunion vor allem russische Einflüsse in der Sprache zu beobachten waren, wird insbesondere seit der Reform- und Öffnungspolitik die Entlehnung aus dem Englischen immer wichtiger. Die im 21. Jahrhundert weiter fortschreitende globale Verflechtung Chinas hat zugleich zu einer weiteren Intensivierung der Einführung von Lehnwörtern – ebenfalls größtenteils aus dem Englischen – geführt. Dabei ist auch die Entwicklung in den Bereichen Informationstechnik und globale Kommunikation ein wichtiger Faktor (Xing 2006: 120).

Anfang des 20. Jahrhunderts begann in China die wissenschaftliche Befassung mit Lehnwörtern und...

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