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Der Übergang zur Elternschaft mit oder ohne Trauschein

Elterliche Lebensform und partnerschaftliche Arbeitsteilung zwischen Geschlechterkultur, Geschlechterstruktur und geschlechtsbezogenem Handeln

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Karin Holzer

Die Autorin untersucht den Traditionalisierungseffekt bei verheirateten und unverheirateten Paaren. Anders als in der bisherigen wissenschaftlichen Forschung sieht sie die Gründe für diesen in der Institution Familie. Erkenntnisse der Familiensoziologie und der Frauen- und Geschlechterforschung miteinander vereinend, formuliert sie die Entwicklung eines integrativen Forschungsansatzes als Forschungsziel und setzt dieses methodisch mithilfe einer subjekt- und paarorientierten Übergangsforschung um.
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6. Integration von Familiensoziologie und Frauen- und Geschlechterforschung: Übergang zur Elternschaft aus einer lebenslauf- bzw. biographietheoretischen Perspektive des Individuums und des Paares

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6.1 Von der soziologischen Lebenslaufforschung zur familiensoziologischen Analyse des Statusübergangs zur Elternschaft

Nach Sackmann und Wingens (2001) stellt für die Soziologie die Beantwortung der Frage nach dem Zusammenhang und der Verknüpfung der makrosozialen Ebene gesellschaftsstruktureller Entwicklung und der mikrosozialen Ebene individuellen Handelns als theoretisches, konzeptionelles und methodisches Problem nach wie vor eine zentrale Herausforderung dar. Bezieht man gleichzeitig die Geschlechterperspektive mit in die Analyse ein, so wird gleichzeitig die Bedeutung der normativ-kulturellen Ebene und deren Verflechtungen und Ungleichzeitigkeiten mit der sozial-strukturellen sowie der personell-individuellen Ebene (vgl. Lemmermöhle et al., 2006) sichtbar. Vor diesem Hintergrund hat sich die Lebenslaufforschung als empirisch vielversprechende Forschungsperspektive und konzeptionell innovativer Theorieansatz entwickelt (vgl. Sackmann & Wingens, 2001). Sowohl mit der Übergangsforschung als Teilgebiet der Lebenslaufforschung, als auch der Fokussierung auf die „Familienentwicklung im Lebenslauf“ (Huinink, 2008, S. 40) von Individuen und Paaren hat sich auch in der Familiensoziologie in den letzten Jahren eine Forschungsperspektive durchgesetzt, die sich an der Mikroebene des Individuums sowie des Paares orientiert und das „Handeln und die dahinter stehenden Motivstrukturen der Menschen“ (ebd.) fokussiert, „die mit der Ablösung vom elterlichen Haushalt, der Aufnahme, Gestaltung und Auflösung von Paarbeziehungen sowie der Geburt eigener Kinder und ihrer Erziehung“ (ebd.) in Zusammenhang steht. Bevor jedoch die familiensoziologische Lebenslaufperspektive im Hinblick auf den (Status-)Übergang zur Elternschaft diskutiert werden kann, ist es notwendig, einen Überblick über die für diese ← 183 | 184 → Arbeit wichtigsten theoretischen Grundlagen der Lebenslaufforschung sowie der Übergangsforschung zu geben.

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