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Der Übergang zur Elternschaft mit oder ohne Trauschein

Elterliche Lebensform und partnerschaftliche Arbeitsteilung zwischen Geschlechterkultur, Geschlechterstruktur und geschlechtsbezogenem Handeln

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Karin Holzer

Die Autorin untersucht den Traditionalisierungseffekt bei verheirateten und unverheirateten Paaren. Anders als in der bisherigen wissenschaftlichen Forschung sieht sie die Gründe für diesen in der Institution Familie. Erkenntnisse der Familiensoziologie und der Frauen- und Geschlechterforschung miteinander vereinend, formuliert sie die Entwicklung eines integrativen Forschungsansatzes als Forschungsziel und setzt dieses methodisch mithilfe einer subjekt- und paarorientierten Übergangsforschung um.
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13. Zusammenfassung

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Eine Traditionalisierung der partnerschaftlichen Arbeitsteilung beim Übergang zur Elternschaft, die insbesondere bei verheirateten im Vergleich zu unverheirateten Elternpaaren zu Tage tritt, stellt inzwischen ein gesichertes Ergebnis familienwissenschaftlicher Forschung dar.

In der vorliegenden Arbeit wird auf der Basis der grundlegenden Annahme, dass die Familie als zentraler Mediator zwischen dem gesellschaftlichen und dem privaten Geschlechterverhältnis zu verstehen ist, die Entwicklung eines integrativen Forschungsansatzes zur Erklärung des sogenannten Traditionalisierungseffektes als Forschungsziel formuliert. Umgesetzt wird dieses Forschungsvorhaben mithilfe einer Analyse der Familiengründung aus dem wissenschaftlichen Blickwinkel einer subjekt- und paarorientierten Übergangsforschung als Theorie und Methode. Diese wird als gemeinsamer Anknüpfungspunkt der Familiensoziologie und der Frauen- und Geschlechterforschung verstanden. Die Durchführung einer qualitativen Studie an verheirateten und unverheirateten (werdenden) Eltern stellt die methodische Umsetzung dieser Forschungsperspektive dar.

Die Ergebnisse der Einzel- und Paarinterviews zeigen auf, dass der Grundstein für den Traditionalisierungseffekt bereits in der Jugend bzw. im jungen Erwachsenenalter durch die biographische Ressourcenausstattung in der Herkunftsfamilie gelegt wird. Sodann erfolgt eine (weitere) Vorbereitung desselben im Rahmen der Planung der Elternschaft innerhalb der biographischen Ressourcenverwertung der Paarbeziehung. Dabei wird deutlich, dass nicht die Geburt des ersten Kindes an sich, sondern der berufliche Wiedereinstieg eine Verschärfung des Traditionalisierungseffektes durch das Erleben einer mentalen und organisatorischen Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei den befragten Frauen zur Folge hat.

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