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Odysseen des Humanen

Antike, Judentum und Christentum in der deutschsprachigen Literatur- Festschrift für Prof. Dr. Maria Kłańska zum 65. Geburtstag

Edited By Katarzyna Jastal, Pawel Zarychta and Anna Dabrowska

Literatur war und ist ein Ort menschlicher Identitäts- und Wertefindung, an dem die Kontingenzen individueller und historischer Erfahrung in universale Kontinuitäten eingeschrieben werden. Sie ist auch ein Ort, an dem antike, jüdische und christliche Traditionsbestände durch ihre Fortsetzung und Neusemantisierung wieder aufleben und nicht selten zu Grundmustern individueller Sinnstiftung werden. Von dieser Grundbeobachtung ausgehend, begeben sich die Autorinnen und Autoren dieses Bandes auf die Suche nach solchen Kontinuitäten und Neusemantisierungen der antiken, jüdischen und christlichen Narrative in der älteren bis jüngsten deutschsprachigen Literatur. Sie rekurrieren auf die Forschungsinteressen von Prof. Dr. Maria Kłańska, der diese Publikation zum 65. Geburtstag gewidmet ist.
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Das Verhältnis zwischen Gott und Mensch in den Psalmen SAIDs

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SAID wurde 1947 in Teheran geboren. Im Jahre 1965 kam er nach München, um hier zu studieren. Obwohl Persisch seine Muttersprache ist, entschied er sich für Deutsch als Sprache seiner literarischen Texte. Er stammt zwar aus einer islamischen Kultur, ist aber kein frommer Moslem. Darauf weist u. a. seine folgende Aussage hin: „ich persönlich habe diese religion nie praktiziert […].”1 Vielmehr gilt sein Interesse dem interreligiösen Raum.

Obwohl die Psalmen SAIDs einen überkonfessionellen Charakter haben und an einen eigenen Gott, also nicht an den Gott der Bibel oder den des Korans adressiert sind, werden sie im vorliegenden Artikel – in Anlehnung an den Titel des Gedichtbandes – im biblischen Kontext untersucht (der islamische Bezugsrahmen wird dagegen aufgrund des beschränkten Umfangs meines Beitrags kaum berücksichtigt). Zunächst wird die Gedichtsammlung SAIDs allgemein charakterisiert. Anschließend sollen kurz zwei Lesarten – eine nach Georg Langenhorst, die andere nach Christoph Gellner – sowie eine Aussage des Rabbiners Henry Brandt präsentiert werden, der den Titel der Gedichtsammlung SAIDs kritisch hinterfragt. Ausgehend von den Einwänden Brandts soll untersucht werden, wie die Beziehung zwischen Gott und Mensch in ausgewählten, repräsentativen Psalmen SAIDs dargestellt wird.

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