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Mentale Fitness im Tennis

Sportpsychologische Grundlagen und Übungen für den Freizeit- und Leistungssport. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage

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Martin K. W. Schweer

Die Bedeutung mentaler Faktoren im Sport gilt als unbestritten; das Schlagwort «Mentale Fitness» findet insbesondere im (Hoch-)Leistungs-, aber auch im Freizeitsport zunehmend Verwendung. Dieses Werk richtet sich an alle aktiven Tennisspielerinnen und Tennisspieler, die ihre mentale Fitness verbessern wollen – egal, auf welchem Leistungsniveau sie Tennis spielen. Die wesentlichen Aspekte werden anschaulich und praxisnah auf den Punkt gebracht. Diese Neuauflage enthält zudem viele praktische Übungen zur Steigerung der individuellen mentalen Fitness. Das Werk basiert auf den Ergebnissen wissenschaftlicher empirischer Forschung und langjähriger Erfahrungen des Autors in der sportpsychologischen Beratung von Tennisspielerinnen und Tennisspielern aus dem Nachwuchs- und professionellen Bereich.
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8. Tennis im Team

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8. Tennis im Team

Tennis ist zwar zweifelsohne eine klassische Individualsportart, bei der zwei „einsame Menschen auf dem Platz“ um den Sieg streiten. Ausnahmen von dieser Regel sind zum einen das Doppelspiel, zum anderen die Mannschaftswettbewerbe, wie wir sie von typischen Ligaspielen kennen. Einige sportpsychologisch bemerkenswerte Phänomene zum Tennis im Team seien nachfolgend erläutert.

Bei Mannschaftswettbewerben entscheidet die Addition der Erfolge oder Misserfolge in den gespielten Einzeln und Doppeln über den Gesamterfolg oder eben den Gesamtmisserfolg des Teams. Das Einzel hat zwar immer noch seinen typischen Individualcharakter, jedoch spielt der Athlet nun nicht in erster Linie für sich, sondern für seine Mannschaft. Beim Doppelspiel kommt es zu einem Gruppencharakter in zweifacher Hinsicht, die Athleten spielen als Zweierteam und dieses Team wiederum agiert für die Gesamtgruppe.

Interessant sind nun die gruppendynamischen Effekte, die sich aus solchen Teamkonstellationen für das individuelle Leistungsverhalten ergeben können. Denn sportpsychologisch analysiert, resultiert die Gesamtleistung des Teams keineswegs aus der bloßen Addition der Einzelleistungen – vielmehr kann, und dies wissen alle aktiven Turnierspieler aus eigener Erfahrung, der Wettbewerb im Team die individuelle Leistung befördern, er kann diese aber auch hemmen.

In der Leichtathletik ist dieses Phänomen immer wieder klar ersichtlich: In einem Staffellauf erzielen nicht zwangsläufig die Teams mit den besten Einzelläufern auch die vordersten Platzierungen, vielfach erreichen aufgrund positiver Gruppeneffekte gerade auch Staffeln mit eher schwächeren Athleten sehr gute Ergebnisse.

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