Show Less
Restricted access

Das mentale Lexikon von Lehrern und Schülern

Ein sprachwissenschaftlicher Schulartenvergleich auf Wortartenbasis

Series:

Bianca Schmidl

Die Autorin stellt einen sprachwissenschaftlichen Schulartenvergleich an. Sie untersucht das mentale Lexikon von Lehrkräften und Schülern der Hauptschule bzw. Mittelschule und des Gymnasiums in Bayern auf Basis der Sprachbarrierenforschung und der institutionellen Kommunikationsforschung – ergänzt um aktuelle Ergebnisse der PISA-Studie. Anhand einer neu entwickelten pragma-institutionellen Methodenkombination wählt sie quantitative und qualitative Untersuchungspunkte aus und analysiert diese hinsichtlich ihrer konkreten Wirkung auf den Unterricht. Die Autorin ermittelt anhand dieses Verfahrens den Wortschatz der Aktanten beider Schularten, zieht erste Schlussfolgerungen hinsichtlich der Wortartenverwendung und zeigt mögliche Auswirkungen auf die Institutionsagenten und -klienten auf.
Show Summary Details
Restricted access

4 Theoretische Anknüpfungspunkte

Extract



Hauptsächlich stütze ich mich bei dieser Untersuchung auf zwei miteinander verwandte Forschungsansätze. Eine Basis bildet die Sprachbarrierenforschung, wesentlich vertreten durch die Defizithypothese von Basil Bernstein und die Differenzhypothese von William Labov. Die zweite Basis bildet die Varietätenlinguistik mit dem Schwerpunkt auf der funktionalen Varietät der institutionellen Kommunikation. Beide Ansätze und ihr Wert für diese Arbeit sollen im folgenden Teil näher dargestellt werden.

4.1 Die Bernstein-Hypothese und Labovs Reaktion

Basil Bernstein, britischer Soziologe und Linguist, begann Ende der 50er Jahre, seine Thesen zum unterschiedlichen Sprachverhalten von Mitgliedern der Mittelschicht (middle class) und der Arbeiterschicht (working class) zu veröffentlichen. Mit seinen oft kontrovers diskutierten Überlegungen beeinflusste er das sprachwissenschaftliche Denken auf so fundamentale Weise, dass sie bis heute noch entweder als Basis oder aber als kritischer Bezugspunkt soziolinguistischer Überlegungen dienen.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.