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Das Münchner Boten- und Wappenbuch vom Arlberg

(Hs. des Kgl. Bayer. Hausritterordens vom Hl. Georg)- Edition des Textes mit einer Einleitung, biographischen Anmerkungen zu den Wappeninhabern und Spendern, Beschreibung und Nachweisen der Wappen

Robert Büchner

Mehrere Boten vom Arlberg sammelten bis 1416 im Süden des Reiches und entlang des Rheins von Basel bis Köln und Aachen Gelder, um den Unterhalt des 1386 gegründeten Hospizes zu St. Christoph auf dem Arlberg zu sichern. Ein Buch mit dem Wappen, Namen und Beitrag der Spender war ihr Beglaubigungsmittel. Das «Münchner Boten- und Wappenbuch vom Arlberg» (850 Wappen) deckt als Sammelbezirk Südtirol, die damaligen östlichen Erbländer der Habsburger und Teile Niederbayerns ab. Der oft ausführliche Kommentar lässt die Zahl der im Text erwähnten Namen auf doppelt so viele Personen (1900) und Orte (900) steigen und erfasst gerade auch jene Bürger (Wien, Wiener Neustadt, Enns und Passau) und kleinen Adligen, die sonst für die Zeit um 1400 schlecht oder gar nicht dokumentiert sind.
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Text, Wappenbeschreibung, Kommentar

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Einzelblatt, auf die vordere Innenseite des Buchdeckels geklebt

W     zwei gegeneinander gelehnte Schilde, rechts das Wappen Bayerns (silbern-blau schräglinks gerautet), links das Wappen der Wittelsbacher (in Schwarz ein goldener Löwe, rotgekrönt, -bezungt und -bewehrt)

A      Normalerweise sind die bayrischen Rauten (Wecken) schrägrechts angeordnet. Die Abweichung erklärt sich aus der Schildneigung zum Wappen der Wittelsbacher. Die folgende Urkunde Herzog Heinrichs XVI. des Reichen von Bayern-Landshut (1393–1450) ist stark abgegriffen, weshalb einiges nicht mehr lesbar ist. Sinnvolle Ergänzungen stehen hier wie auch sonst in eckigen Klammern, alle Abkürzungen wurden aufgelöst.

T       Wir Hainreich von gots genaden pfallencz graue bey Rein, herczage jn Bayern etc., wir [entbieten] vnsern lieben getrewn allen vnsern ambtlaẅten, vicztumen, pflegern, richtern vund [sunst] allen anderen unsern vnderdanen, den dieser [brief] geczaigt wurt, vnsern grus vnd alles [gůte]. Alz der arm knecht Vlreich von Busek116 [von sa]nd Galln, průder zů sand Kristofen aufm Arls[p]erg, zayger dicz briefs, daz almusen [samelt] zu dem paw vnd dem gotzhaws [daselbs], der ain gerechter bot ist,vnd da[z] [menig]klich, [der] durch gots vnd san Kristofen [nothel]pffers willen sein almusen zo dem paw [auf] dem Arlsperg raichen will, wol geben [mag], wann er daz schon dar zu antwurt, [vnd] enphelchen wir ewch allen vnd einem [yegli]chen besunderen vnd begeren ernstlichen, [daz) jr ewch denselben brůder lasset en[pholchen] sein […] vnrecht […]

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