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Zwischen Krieg und Hoffnung

Internierung der 2. polnischen Infanterieschützen-Division in der Schweiz 1940–45

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Miroslaw Matyja

Der Autor beschreibt Entstehung, Kampf und Internierung der 2. polnischen Infanterieschützen-Division und untersucht die völkerrechtlichen Grundlagen der Internierung. Historiker führen eine lebhafte Diskussion über die Rolle der polnischen Streitkräfte in Westeuropa im Zweiten Weltkrieg und nach dem Krieg. Bis dato behandelten sie jedoch die 2. polnische Infanterieschützen-Division, ihre Aktivität in der Schweiz sowie das Schicksal der internierten Soldaten und Offiziere nach dem Krieg nur marginal. Der Autor geht dieser eher untypischen Geschichte der militärischen Einheit im Vergleich zu anderen Einheiten der polnischen Streitkräfte im Westen nach.
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Einführung

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Begründung der Wahl des Untersuchungsgegenstandes

Die 2. polnische Infanterieschützen-Division (2. DSP1) war wie die 1. Grenadierdivision eine vollständige militärische Einheit, die im Juni 1940 an den Kriegshandlungen in Frankreich beteiligt war. Nach den ersten erfolgreichen Schlachten bei Belfort und am Bergrücken Clos du Doubs, in denen es ihr gelang, den Feind zurückzudrängen, war ihre Munition zu Ende. Dies veranlasste sie dazu, die französisch-schweizerische Grenze zu übertreten, was ihrer Internierung in der Schweiz gleichkam.

Den eigentlichen Gegenstand der vorliegenden Arbeit bilden einerseits Entstehung, Kampf und Internierung der 2. polnischen Infanterieschützen-Division, andererseits aber auch die Untersuchung der rechtlichen Grundlagen der Internierung im Zusammenhang mit dem Völkerrecht. Der in der vorliegenden Studie thematisierten militärischen Einheit, die 1940–1945 in der Schweiz interniert war, wurden bereits einige umfangreiche Arbeiten gewidmet. Sie haben allerdings in erster Linie einen militärgeschichtlichen Charakter und abstrahieren von der gesellschaftlich-psychologischen Lage und von politischen Umständen oder thematisieren eigene Erlebnisse der Autoren im Rahmen des gesellschaftlichen Umfelds, in dem sie damals zu leben hatten. Eine Arbeit, welche die in der Schweiz internierten Polen im Zusammenhang mit dem 5. Haager Abkommen von 1907 (betreffend die Rechte und Pflichten der neutralen Mächte und Personen im Falle eines Landkriegs) sowie mit anderen völkerrechtlichen Regelungen betrachtet würde, ist bis jetzt nicht entstanden.

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