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Haftungsprivilegierung der Geschäftsleitung durch fachkundige Beratung

Entwicklung eines gesellschaftsrechtlichen Vertrauensgrundsatzes unter Berücksichtigung anglo-amerikanischen Rechts

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Björn Müller

Das Buch beschäftigt sich mit der Haftungsprivilegierung der Geschäftsleitung durch fachkundige Beratung. Geschäftsleiter von Kapitalgesellschaften sind auf praxisnahe Enthaftungsmethoden angewiesen. Hierzu greifen sie regelmäßig auf fachkundige Berater zurück. Ziel der Untersuchung ist es, einen allgemeinverbindlichen Vertrauensgrundsatz im Kapitalgesellschaftsrecht zu entwickeln. Die dargelegten Anforderungen sollen dem ratsuchenden Geschäftsleiter eine Handlungsmaxime an die Hand geben, bei deren Befolgung er nicht vor risikobehafteten Geschäften zurückschrecken muss. Anglo-amerikanische Rechtsprechung und Literatur wird hierzu in die Untersuchung als Auslegungshilfe mit einbezogen.
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Fazit

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A)  Ergebnisse der Untersuchung in Thesen

B)  Schlussbemerkung

Die in dieser Arbeit dargelegten Grundsätze schaffen einen gerechten Ausgleich zwischen dem Interesse der Gesellschaft an einer ordnungsgemäßen Entscheidungsfindung und dem Interesse der Geschäftsleitung, bei Einhaltung dieses Verhaltensstandards einer eigenen Haftung zu entgehen. Die weitreichenden Pflichten der Geschäftsleitung sind erforderlich, um Gefälligkeitsgutachten zu vermeiden und stattdessen sachlich versierte Auskünfte zu erhalten, die als fachgerechte Entscheidungsgrundlage dienen. In Anlehnung an die angloamerikanische Rechtslage empfiehlt es sich, die hier dargelegten Grundsätze zum Entscheidungsprozess, somit also einen Teil der internen Geschäftsleitungsorganisation, gesetzlich festzulegen. Die erheblichen Auswirkungen für das Organmitglied machen eine solche gesetzliche Kodifizierung des Vertrauensgrundsatzes sinnvoll. Hierdurch kann der Gesetzgeber vielfältige Streitigkeiten in der Literatur beseitigen und zugleich dem vermeintlichen Bedeutungsverlust der Syndikusanwälte entgegentreten.

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