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Die Identität der katholischen Priester im Licht des II. Vatikanums und das priesterliche Leben in Igbo-Diözesen Nigerias

Eine theologisch-rechtliche Untersuchung

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Polycarp Ibekwe

Das Bild des katholischen Priestertums hat sich seit Ende des II. Vatikanums 1965 verändert. Der Autor untersucht, ob der katholische Priester in einer sich wandelnden Gesellschaft seine Identität als Repraesentatio Christi, seine Aufgaben sowie seine Stellung in der Kirche und in der Welt von heute gemäß der Lehrdokumente und des Codex von 1983 erfüllt. Die Erfahrung des Priestermangels in vielen Teilkirchen, insbesondere in der westlichen Welt, und die enorme Zunahme der Zahl der Priester und Priesteranwärter im Igbo-Land Nigerias zwingen zu einer inneren und äußeren Reflektion über das Priestertum und das priesterliche Leben. Dieser Beitrag zielt darauf, die Identität der katholischen Priester im Einklang mit dem II. Vatikanum und dem geltenden Recht zu reflektieren und zur Verbesserung der Berufspraxis beizutragen, nicht nur in der westlichen Welt, sondern vor allem in den katholischen Igbo-Diözesen Nigerias.
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6 Das priesterliche Leben der katholischen Igbo-Priester im Einklang mit dem II. Vatikanum

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6   Das priesterliche Leben der katholischen Igbo-Priester im Einklang mit dem II. Vatikanum

6.1   Der Igbo-Priester und das Leben in Vollkommenheit

Die katholischen Igbo-Priester als Diener Gottes und der Kirche sind besonders aufgefordert, ihr Leben in Vollkommenheit zu führen.2402 Es wird ebenso von ihnen erwartet, alles zu vermeiden, was gegen das heilige Leben ist und bei den Gläubigen Anstoß erregen kann,2403 wie Sexualkontakte zu Frauen und Männern, Spielsucht, Alkoholismus, Drogenkonsum, Verwahrlosung, usw. Denn ein heiliges Leben führt zur größeren Fruchtbarkeit im pastoralen Dienst.2404 Es ist jedoch festzustellen, dass neben vielen tadellosen und eifrigen Priestern manche Priester in den Igbo-Diözesen diese Aufforderung nicht beachten, sie halten ihre Zölibatspflicht nicht immer ein, verfallen dem Alkoholkonsum, vernachlässigen ihre kirchliche Arbeit und dadurch leidet die ihnen anvertraute Gemeinde.

Als gottgeweihte Person soll der Igbo-Priester durch seine Vollkommenheit zum Aufbau der kirchlichen Gemeinden mit beitragen,2405 indem er seine „priesterlichen Versprechen in Wahrheit und Freude lebt: den Zölibat in der Keuschheit und die Loslösung von den materiellen Gütern“2406 verwirklicht. Durch das Leben in Vollkommenheit und Keuschheit werden die Igbo-Priester in der Lage sein, völlig und ausschließlich ihr ganzes Leben und ihre ganze Kraft Christus und seiner Kirche zu widmen.2407 Die Gemeindemitglieder wollen fromme und heilige Priester, die überaus aktiv im Gebet und in der Seelsorge sind. ← 319 | 320 →

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