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Äußere oder innere Offenbarung

Eine qualitative Untersuchung zur Wahl der Erziehungsziele kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Armin Wunderli

Viele Kirchgemeinden bemühen sich um ein reichhaltiges Programm für Kinder. Dabei verfolgen sie bestimmte Ziele. Um diese herauszufinden, wurden im Rahmen dieser Arbeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus katholischen, evangelischen und freikirchlichen Gemeinden befragt. Es zeigte sich, dass es in allen drei Religionsgemeinschaften wichtig ist, die nächste Generation für die Gemeinde zu gewinnen. Es kamen aber auch unterschiedliche Denkweisen zum Ausdruck, zum Beispiel, welche Voraussetzungen ein Kind erfüllen muss, um als Christ gelten zu dürfen. Bei der Wahl ihrer Erziehungsziele orientieren sich die Mitarbeitenden kaum an den Erwartungen, die an sie herangetragen werden. Viel wichtiger ist ihnen ihre eigene Biografie: Was sie selbst erlebt – oder nicht erlebt – haben, möchten sie den Kindern weitergeben.
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5. Erziehungsziele in den Arbeitsmaterialien

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5.  Erziehungsziele in den Arbeitsmaterialien

Ob die Lehrbücher zur Gemeindekatechese bzw. Gemeindepädagogik einen direkten Einfluss auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kirchgemeinden haben, darf bezweifelt werden. Wer eine Berufsausbildung für seine Tätigkeit in der Gemeinde gemacht hat, hat sie vielleicht gelesen. Bei diesen Personen ist auch mit einer direkten Beeinflussung durch die Lehrveranstaltungen zu rechnen. Anders sieht es bei den Mitarbeitenden aus, welche keine Ausbildung gemacht haben. Ihnen dürften, wenn sie nicht ein besonderes Interesse haben, die theoretischen Modelle unbekannt sein.

Ein größerer Einfluss ist von den Arbeitsmaterialen zu erwarten, die verwendet werden. Hier werden die Ziele in konkrete Arbeitsschritte umgesetzt, und wenn vielleicht den Mitarbeitenden die Ziele nicht oder kaum bekannt sind, werden sie doch einige davon umsetzen, weil sie das Arbeitsmaterial für ihre Vorbereitungen verwenden. Auch hier kann es natürlich sein, dass sie zu Materialien greifen, die gar nicht von ihrem Gemeindeverband herausgegeben oder empfohlen werden. Es ist aber damit zu rechnen, dass mit dem Material gearbeitet wird, das in der entsprechenden Gemeinde üblich ist. Vielleicht wird das Material von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, so dass sich die Mitarbeitenden nicht um die Frage kümmern müssen, welches Buch sie kaufen sollen oder wollen.

Da mit diesem Vorgang zu rechnen ist, habe ich das Arbeitsmaterial, das ich in diesem Abschnitt untersuche, nach der Ausrichtung der Verlage bzw. nach Gemeinden, für die sie gedacht sind, gegliedert. Bei...

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