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«Man hat Arbeitskräfte gerufen, ... es kamen Schriftsteller»

Migranten und ihre Literaturen

Anna Warakomska and Mehmet Öztürk

Der Sammelband ist ein internationales Projekt, das die Probleme der in Deutschland lebenden und schreibenden Migranten sowie ihrer Nachfahren aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und über das Migrantendasein reflektiert. Philologen, Politologen, Historiker, Juristen, Soziologen und Pädagogen aus Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Spanien, Frankreich, Finnland, Polen, Deutschland und der Türkei präsentieren vor allem sprachliche und kulturelle Interaktionen zwischen Einheimischen und Zugezogenen in der Literatur und in der außerliterarischen Welt. Im Fokus stehen gesellschaftspolitische, juristische und kulturelle Fragen, die sich auf Phänomene wie Identität, Heterogenität und Hybridisierung beziehen.
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Raluca Rădulescu (Bukarest) - „texte in den zwischenräumen“. Zur Rezeption der Moderne in der Lyrik ausgewählter rumäniendeutscher und deutschsprachiger AutorInnen mit Migrationshintergrund

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Raluca Rădulescu (Bukarest)

„texte in den zwischenräumen“. Zur Rezeption der Moderne in der Lyrik ausgewählter rumäniendeutscher und deutschsprachiger AutorInnen mit Migrationshintergrund

Zusammenfassung: Der vorliegende Beitrag setzt sich mit der Frage auseinander, inwieweit Paradigmen der europäischen und deutschen Avantgarde (Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus), der hermetischen Lyrik oder der Neuen Subjektivität in den Werken von deutschsprachigen GegenwartsautorInnen mit Migrationshintergrund rezipiert werden. In den Texten von AutorInnen wie Zafer Şenocak, José F.A. Oliver, Ilma Rakusa, Adel Karasholi, Yüksel Pazarkaya, Franz Hodjak, Richard Wagner, Horst Samson kann man sowohl die Zersplitterung der Identität als auch die Fragmentarisierung der Sprache als wesentliche Züge der Avantgarde betrachten. Ihre intertextuelle Herangehensweise erweist sich nicht als eine postmoderne ästhetische Erwiderung, sondern eher als eine Neuschreibung der Avantgarde, in der soziale, politische und wirtschaftliche Begebenheiten in einem neuen eigenständigen fiktionalen Gewebe zusammengefügt werden.

Schlüsselwörter: Migrationsliteratur, deutsche Avantgarde, Intertextualität, Identität, Exil.

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