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Die Effektivität der Sprachförderung ein- und mehrsprachiger Kinder in vorschulischen Einrichtungen

Eine kontrollierte Interventionsstudie zur Evaluierung des Sprachförderkonzeptes «Language Route»

Detta Schütz

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob die Sprachfördermaßnahmen, die in Kindertageseinrichtungen durchgeführt werden, nachweisbare Effekte auf die Sprachentwicklung der geförderten Kinder haben. Es werden zunächst verschiedene Evaluationsstudien vorgestellt, die diesbezüglich zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Auf dieser Grundlage entwickelt die Autorin Kriterien, die eine Sprachfördermaßnahme offenbar erfüllen sollte, um positiven Einfluss auf die Sprachentwicklung von Kindern haben zu können. Im Rahmen einer kontrollierten Interventionsstudie wurde exemplarisch die Effektivität des Sprachförderkonzeptes «Language Route» evaluiert. Die Ergebnisse dieser Evaluationsstudie werden ausführlich dargestellt.
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3 Sprachstandsfeststellung

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3   Sprachstandsfeststellung

3.1   Baden-Württemberg, Bayern und Bremen: drei unterschiedliche Vorgehensweisen

In nahezu allen Bundesländern werden Sprachstandserhebungen bei Kindern im Vorschulalter durchgeführt, um diejenigen Kinder zu identifizieren, die einen sprachlichen Förderbedarf haben und um ihnen vor dem Schuleintritt eine entsprechende Förderung zukommen zu lassen.

„Hintergrund für diese Maßnahme ist die Verpflichtung der Bundesländer im Nationalen Integrationsplan (Die Bundesregierung 2007), Verfahren zur Sprachstandsfeststellung und zur Sprachbeobachtung einzusetzen und bei Bedarf eine Förderung anzuschließen“ (FRIEDERICH 2011, 18).

In der Umsetzung der Sprachstandserhebungen unterscheiden sich die Bundesländer allerdings stark voneinander. Das „Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache“ hat die unterschiedlichen Vorgehensweisen zusammengefasst, analysiert und bewertet (vgl. NEUGEBAUER/BECKER-MROTZEK 2013). In dem Gutachten wird festgestellt, dass in 15 Bundesländern 21 unterschiedliche Verfahren zum Einsatz kommen (vgl. ebd., 4) und die Quote der anschließend sprachlich geförderten Kinder zwischen zehn und 50 % schwankt (vgl. ebd., 6).

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