Show Less
Restricted access

Versorgungsbedarf, Angebot und Inanspruchnahme ambulanter hausärztlicher Leistungen im kleinräumigen regionalen Vergleich

Series:

Anke Schliwen

Die Sicherstellung einer flächendeckenden, wohnortnahen und bedarfsgerechten Versorgung ist ein zentrales Anliegen der deutschen Gesundheitspolitik. Anke Schliwen untersucht den regionalen Zusammenhang von Versorgungsbedarf, Angebot und Inanspruchnahme hausärztlicher Leistungen. Dabei wird der Versorgungsbedarf anhand eines multifaktoriellen Index auf der kleinräumigen Ebene der Mittelbereiche operationalisiert. Eine Clusteranalyse ermöglicht die Identifikation von Regionstypen, deren Eigenschaften Ansatzpunkte für eine Neuordnung der Ressourcenallokation bieten können. Mit ihrem Buch unterstreicht die Autorin die Notwendigkeit, innerhalb zentraler Rahmenbedingungen den Einsatz regionaler Planungs- und Steuerungsinstrumente zur Verteilung von ärztlichen Kapazitäten zu ermöglichen.
Show Summary Details
Restricted access

6 Versorgungsindikatoren nach Regionstypen

Extract



Wie die vorherigen Kapitel gezeigt haben, sind der Versorgungsbedarf, das hausärztliche Versorgungsangebot und die Inanspruchnahme dieses Angebotes regional zum Teil sehr unterschiedlich verteilt. Über alle Mittelbereiche hinweg ist nur ein sehr schwacher Zusammenhang zwischen der regionalen Bedarfsbelastung und den hausärztlichen Arztkapazitäten bzw. deren Inanspruchnahme auszumachen. Die Arztdichte und die Inanspruchnahmehäufigkeit korrelieren hingegen deutlich positiv miteinander.

Die folgenden Analysen dienen der Identifikation von Regionsgruppen, in denen Mittelbereiche zusammengefasst werden, die sich im Hinblick auf die relative Ausprägung der drei Versorgungsindikatoren ähnlich sind, also ein vergleichbares Profil des Versorgungsbedarfs, -angebots und der Inanspruchnahme von hausärztlichen Leistungen im Bezug auf die Abweichung vom Durchschnitt aufweisen.

Für 383 Mittelbereiche liegen die Informationen zum relativen Bedarfsindex, der absoluten Anzahl Ärzte je 100.000 Einwohner und der durchschnittlichen Fallzahl beim Hausarzt je Einwohner vollständig vor. Auf Grundlage dieser Stichprobe wird nun mithilfe eines zweistufigen Verfahrens aus Verteilungs- und Clusteranalyse nach Mustern in der Ausprägung dieser drei Faktoren auf kleinräumiger Ebene gesucht.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.