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Explikationen bildungspolitischer Konzepte in politischen Programmen

Analysen zum Verhältnis von Bildungspolitik und Bildungsforschung

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Adiba Salloum

Die Autorin untersucht mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse Begründungsstrukturen bildungspolitischer Entscheidungen in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl 2013. In diesem speziellen Persuasionsprozess sind Bürger die Empfänger, politische Akteure die Sender und Wahlprogramme das Medium. Die Texte der Wahlprogramme würden eine erhöhte Rationalität erlangen, wenn sie auf Befunde empirischer Bildungsforschung referenzierten. Die Autorin erläutert die Frage nach der Rationalität bildungspolitischer Entscheidungen und nimmt eine Überprüfung der Transparenz von Argumentationslinien vor. Dabei ermöglicht die Analyse struktureller und inhaltlicher Kriterien die Untersuchung der kommunikativen Texte auf ihre Textfunktionen sowie eine Analyse der Dimensionen von Legitimationsideen.
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4. Stand der empirischen Forschung und Abgrenzung zur gewählten Thematik

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4.  Stand der empirischen Forschung und Abgrenzung zur gewählten Thematik

Um eine tiefergehende Analyse der gewählten Forschungsfragen zu ermöglichen, ist eine detaillierte Beleuchtung des Standes der einschlägigen empirischen Forschung an dieser Stelle unabdingbar. Es werden dazu die erarbeiteten drei Teilbereiche zusammengeführt, für jeden wird separat eine Einschätzung zu vorliegenden Untersuchungen und Analysen gegeben. In dem jeweiligen Kontext des Forschungsgebietes werden die Ausgangslagen konkretisiert sowie zur gewählten Forschungsthematik abgegrenzt. Im Anschluss kann das Forschungsdesign erarbeitet werden.

4.1  Textfunktionen innerhalb eines Wahlprogrammes

„Wahlprogramme, die vor jedem Wahlkampf neu formuliert werden, sind zweifellos die beste Quelle, um sich in Wahlkämpfen umfassend über die Programmatik der Parteien zu informieren. […] Erstens geht es darum, Wähler über die Ziele der Parteien zu informieren. Zweitens dienen die Inhalte der Wahlprogramme zur innerparteilichen Mobilisierung […]“ (Maurer, 2007, S. 174).

Das Wahlprogramm als Bestandteil politischer Gesamtkommunikation hat das Ziel, wahlberechtigte Bürger von den eigenen Standpunkten zu überzeugen.81 Nur mit dieser inhaltlichen Überzeugungsarbeit ist die Grundvoraussetzung gegeben, um bei anstehenden Wahlen notwendige Stimmen zu gewinnen, damit die eigene Macht erhalten bzw. erlangt werden kann. Gleichermaßen werden die Effekte von Wahlprogrammen hinreichend in der Literatur erörtert: Sie dienen dazu, die Standpunkte der betreffenden Partei zu verdeutlichen, welche wiederum oft durch die Massenmedien an die Bürger gelangen. Informationsquellen, die direkt von den Parteien an die Bürger gehen (eigene Internetseiten oder Infostände), verlieren zunehmend an Bedeutung...

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