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Explikationen bildungspolitischer Konzepte in politischen Programmen

Analysen zum Verhältnis von Bildungspolitik und Bildungsforschung

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Adiba Salloum

Die Autorin untersucht mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse Begründungsstrukturen bildungspolitischer Entscheidungen in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl 2013. In diesem speziellen Persuasionsprozess sind Bürger die Empfänger, politische Akteure die Sender und Wahlprogramme das Medium. Die Texte der Wahlprogramme würden eine erhöhte Rationalität erlangen, wenn sie auf Befunde empirischer Bildungsforschung referenzierten. Die Autorin erläutert die Frage nach der Rationalität bildungspolitischer Entscheidungen und nimmt eine Überprüfung der Transparenz von Argumentationslinien vor. Dabei ermöglicht die Analyse struktureller und inhaltlicher Kriterien die Untersuchung der kommunikativen Texte auf ihre Textfunktionen sowie eine Analyse der Dimensionen von Legitimationsideen.
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7. Zusammenfassende Ergebnisse und Ausblick

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7.  Zusammenfassende Ergebnisse und Ausblick

Die vorliegende Analyse ist eine kritische Auseinandersetzung mit den Wahlprogrammen, die für die Wahlen zum Deutschen Bundestag 2013 erstellt wurden. Das Forschungsdesign zielt auf eine Analyse der rationalen Begründungen politischer Entscheidungen in dieser Art kommunikativer Texte ab. Bei den an die Wahlprogramme gestellten Fragen nach Transparenz und Rationalität innerhalb der Begründungsstrukturen ergeben sich durch die Detailanalyse Ergebnisse, die v.a. durch Defizite bzw. Mängel geprägt sind.

Eine Erforschung von impliziten Stärken der Wahlprogramme sowie eine Analyse der Konsensprozesse bei der Erstellung dieser Texte finden keine Berücksichtigung. Die Analyse verdeckter Stärken sowie die Identifikation impliziter positiver Aspekte der Kommunikation in Wahlprogrammen bilden eine über den Gegenstand dieser Arbeit hinausführende Fragestellung. Zur Untersuchung von verdeckt vorzufindenden Stärken in den kommunikativen Texten wäre eine semantische Analyse der Dokumente oder eine empirische Ausweitung durch Befragungen der Rezipienten bzw. Sender nötig. Diese Ausweitung wiederum hätte eine anders ausgerichtete theoretische Fundierung verlangt (vgl. bspw. (Kreyher, 2004), (Schweiger & Fahr, 2013), (Wangen, 1983), (Dombrowski, 1997)). Weiterhin zielt die vorliegende Arbeit nicht auf eine Interpretation der Intentionen einzelner politischer Akteure ab; denn es wird deutlich, dass die Erstellung von Wahlprogrammen außer- und innerparteilichen Konsensprozessen unterliegt (vgl. Kapitel 3.1.3.2). Durch den erwartbar schweren Zugang zu Dokumenten, welche diese Prozesse nachvollziehbar und damit untersuchbar machen, wurde in der vorliegenden Untersuchung auf die Erweiterung um die Abbildung von Konsensprozessen, die bei der Generierung der...

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