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Kontrastive Perspektiven im deutschen Sprach- und Kulturerwerb

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Edited By Vincenzo Gannuscio

Vergleichende Ansätze sind schon immer in der didaktischen Vermittlung fremder Sprachen und Kulturen eingesetzt worden, auch wenn die Kontrastive Linguistik als synchrone Sprachwissenschaft erst in der zweiten Hälfte des vorhergehenden Jahrhunderts auf Ansporn des amerikanischen Strukturalismus Fuß fasst. Ausgehend von einer theoretisch-deskriptiven Einleitung versammelt dieser Band Beiträge zur kontrastiven Fremdsprachendidaktik und zur vergleichenden Perspektive in der im Sprachunterricht oft innewohnenden Vermittlung kulturspezifischer Kenntnisse.
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Vorwort

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Vorliegender Band versammelt einige Beiträge der internationalen Tagung Kontrastive Perspektiven im deutschen Sprach- und Kulturerwerb, die am 9. und 10. Mai 2013 in Ragusa Ibla im Rahmen der von der Universität Catania organisierten ersten Hybläer Studientage der Germanistik stattgefunden hat.

Vergleichende Ansätze sind schon immer mehr oder weniger bewusst in der didaktischen Vermittlung fremder Sprachen und Kulturen eingesetzt worden, auch wenn die Kontrastive Linguistik als synchrone Sprachwissenschaft erst in der zweiten Hälfte des vorhergehenden Jahrhunderts auf Ansporn des amerikanischen Strukturalismus Fuß fasst. Wie Martina Nied Curcio (Rom) in ihrem einleitenden Beitrag beschreibt, kam es ab den 1950er Jahren zum Gedeihen einer Vielzahl von Publikationen, die vor allem im Rahmen der Fremdsprachendidaktik einzelne linguistische Phänomene kontrastiv beschrieben. Theoretisch-deskriptive Arbeiten blieben dabei eher eine Seltenheit. Heute hat sich die Kontrastive Linguistik nunmehr als eigenständige Wissenschaft etabliert und man kann ein regelrechtes Wiederaufleben des kontrastiven Ansatzes in der Fremdsprachenvermittlung beobachten. Auslösende Impulse lassen sich in der weitreichenderen Mehrsprachigkeitsdidaktik, in den Erkenntnissen der Zweisprachigkeitsforschung, sowie im Erscheinen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, der explizit die Sprachmittlung als kommunikative Aktivität einbindet, erkennen.

Diesen Trend bestätigte im Jahr 2005 auch das Mannheimer Institut für deutsche Sprache, das ein weitläufiges europäisches Projekt zur kontrastiven Grammatikforschung schuf. Ausgangspunkt war die unter der Leitung von Gisela Zifonun entstandene Online-Plattform Progr@mm, eine propädeutische Grammatik der deutschen Sprache, die sich auf den theoretischen Grundlagen der Grammatik der...

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