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Die Wallonie und Brüssel

Eine Bestandsaufnahme

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Edited By Anne Begenat-Neuschäfer and Marieke Gillessen

Das Buch stellt erstmals die Föderation Wallonie-Brüssel, die Wallonische Region und die Französische Gemeinschaft Belgiens einem deutschen Publikum vor und führt in wesentliche Aspekte des öffentlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens ein. Neben Bereichen wie Sprache, Literatur, Film, Comic und Wissenschaftsaustausch beleuchtet es auch die Verfassungsreformen aus aktueller Perspektive. Die Autoren erweitern und vervollständigen Themen, die bereits im ersten Band der Reihe «Belgien im Fokus» angesprochen wurden. Ein weiterer Band behandelt die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens.
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Philippe Suinen - Vorwort

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Vorwort

Wenn das Gebiet Wallonie-Brüssel die nördlichste Spitze der europäischen Frankophonie darstellt, so ist es ebenfalls der Schnittpunkt zwischen lateinischer und germanischer Welt. Der vielgestaltigen germanischen Welt wird durch die über 100 Grenzkilometer zwischen Deutschland und der Wallonie, die symbolischen und lösenden wie bindenden Charakter besitzen, Ausdruck verliehen. Diese Grenzregion ist die einzige, die Deutschland mit Belgien verbindet. Zudem ist die aktive Präsenz der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf wallonischem Territorium bekannt; ein zukunftsträchtiges Autonomiemodell, das Respekt und Zusammenarbeit vereint. Doch die politischen und ökonomischen Faktoren sollen nicht vergessen werden:

– Der politische Faktor, in dessen Rahmen Wallonie und Brüssel einem Staat angehören, in dem eine germanische Sprache für die Minderheit der Bevölkerung Identitätssprache ist und wo der Gebrauch dieser Sprache den Mehrwert des „Zusammenlebens“ oder des „Seite an Seite“ bekräftigt;

– der ökonomische Faktor mit der Intensität der Handelsbeziehungen zwischen Wallonie und Deutschland, wobei der östliche Nachbar den zweitgrößten Export- und Importpartner der Wallonie darstellt.

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