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Informatik und Gesellschaft

Festschrift zum 80. Geburtstag von Klaus Fuchs-Kittowski

Edited By Frank Fuchs-Kittowski and Werner Kriesel

Informatik und Gesellschaft erlebt eine Renaissance. Innovationen der Informatik treiben einen gravierenden gesellschaftlichen Wandel immer schneller voran, der für heftige Debatten sorgt. Aktuelle Themen behandelte die Tagung «Informatik und Gesellschaft» zu Ehren von Klaus Fuchs-Kittowski als Pionier dieses Fachgebietes. Der Sammelband legt 44 Beiträge mit breitem Themenspektrum vor. Er behandelt den Einfluss von IKT auf die Arbeitswelt, Industriearbeit 4.0, Big Data, Datenschutz und Datenausspähung. Einzelne Beiträge sprechen Umweltinformatik, Informationssystemgestaltung, Softwareentwicklung, Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing sowie E-Learning (MOOC) an. Es werden auch künstliche Immunität, Avatare und die sozialen Aspekte behandelt. Ein weiteres Augenmerk liegt auf automatisierter Kriegsführung, hierzu werden insbesondere Ethik, Humanismus und Friedenserhaltung in einer global vernetzten Welt diskutiert.
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Physik, Biologie, Technik und Selbstorganisation der Information

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Abstract

We analyze basic concepts like entropy, bound and free information, value of information and discuss their relation to physics, biology and technology. It is demonstrated that all information has basically its origin in the self-organization of living systems.

1.  Zum Informationsbegriff

Der Informationsbegriff spielt heute eine zentrale Rolle in fast allen Wissenschaften, so in der Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, und in den Technik- und Sozialwissenschaften, und er ist Gegenstand einer eigenen Wissenschaftsdisziplin, der Informatik. Wir sprechen heute vom Informationszeitalter, von einer Gesellschaft und Industrie, die auf Information aufgebaut ist. Auf einer im Juni 2015 in Wien stattfindenden Tagung wurden diese Fragen erörtert, und es wurde, auch unter Beteiligung des Jubilars Klaus Fuchs-Kittowski, dem dieser Aufsatz gewidmet ist, über die grundlegenden Begriffe und damit zusammenhängenden Fragen gestritten (ISIS-Summit-Vienna 2015).

Dass der Begriff Information eine eigene Disziplin bildet, die Informatik, war in Wien kein Streitpunkt. Schwieriger war der Umgang mit der Frage, wo Information ursprünglich herkommt, aus der Physik, der Chemie, der Biologie, oder der Technik. Auf der Wiener Tagung wurde deutlich, dass sich manche Fachleute inzwischen den Auffassungen von Konrad Zuse angeschlossen haben, dass die Welt letztlich ein digitaler Computer ist. Auch die Physiker Stephen Wolfram und Nobel-Laureat Gerard t’ Hooft betrachten das reale Universum als einen gigantischen Computer, ebenfalls der Buchautor Stonier (1990/1992). Der Physiker Bekenstein, der durch seine Untersuchungen zu den „schwarzen Löchern“ der Astrophysik bekannt worden ist, entwickelte 2003 die Auffassung, dass die...

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