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International Corporate Public Affairs Management

Politische Kommunikationsnetzwerke Multinationaler Unternehmen

Series:

Thomas Beck

Das Buch erstellt einen analytischen Bezugsrahmen für die Erfassung und Evaluation kommunikativer Einflussbeziehungen von Unternehmen. Bislang mangelte es an perspektivischer Vielfalt, theoretischen Fundierungsmöglichkeiten und geeigneten Instrumenten zur Rekonstruktion und Analyse des komplexen politischen Beziehungsmanagements Multinationaler Unternehmen. Der Autor verknüpft Schlüsselkonzepte des Issues- und Stakeholdermanagements, der Politikfeldanalyse, Tauschtheorie und Lobbyismusforschung mit dem Netzwerkansatz. Das Ergebnis ist eine neuartige Forschungsheuristik, die es möglich macht, Public Affairs aus relationaler Perspektive zu betrachten und themenzentrierte politische Anspruchsgruppenkommunikation von Organisationen zu analysieren.
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5 Public Affairs als Politisches Kommunikationsnetzwerk

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Im letzten Schritt wird nun das themenzentrierte Stakeholderinteraktionsmodell mit dem Netzwerkansatz angereichert. Zunächst werden dabei zentrale Begriffe geklärt und ein sehr allgemeiner Zugang zu Netzwerken und Netzwerkanalysen formuliert. Darauf folgt ein kompakter Überblick zur epistemologischen Basis des Modells und ein theoretischer Abgleich des CPA-Netzwerkes mit gegenstandsnahen Konzeptionen. Anschließend werden zentrale Charakteristika des Modells vorgestellt, die Relationen zwischen den Elementen theoretisch fundiert und zum Schluss noch einmal kompakt alle Komponenten überblicksartig dargestellt.

5.1 Corporate Public Affairs, Netzwerke und Netzwerkanalyse

Formal betrachtet bestehen Netzwerke aus einer abgegrenzten Menge von Elementen (Knoten), die über Relationen (Kanten) miteinander verbunden sind. In den Sozialwissenschaften werden diese Knoten inhaltlich als Akteure und Kanten als Interaktionen (soziale Beziehungen) zwischen diesen Akteuren konzipiert und interpretiert. Die durch Interaktion als Summe der Relationen zwischen den Akteuren entstehenden Beziehungsmuster bilden dann das Strukturmodell ‚Netzwerk‘, dessen Charakteristika sich mithilfe des methodischen Instrumentariums der Netzwerkanalyse untersuchen und visualisieren lassen. Die Netzwerkanalyse ist allerdings weit mehr als nur Methode, sondern ein „methodisch orientierter, theorieunspezifischer analytischer Ansatz, der – je nach Gegenstand und Fragestellung – ganz unterschiedliche Theorien integriert“ (Schneider, 2009, S. 11). Alexandra Marin und Barry Wellman behaupten ferner: „network analysis is neither a theory nor a methodology. Rather, it is a perspective or a paradigm. It takes as it’s starting point the premise, that social life is created primarly and most importantly by relations and the patterns they form“ (2011, S. 22).

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