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Zwischenevaluierung des Glücksspielstaatsvertrags

Beiträge zu den Symposien 2014 und 2015 der Forschungsstelle Glücksspiel

Series:

Tilman Becker

Dieser Konferenzband vereint die Beiträge der Symposien 2014 und 2015 der Forschungsstelle Glücksspiel. Schwerpunkt beider Veranstaltungen war die Bewertung des Glücksspieländerungsstaatsvertrags, der zum 1. Juli 2012 in Kraft getreten war. Referenten verschiedener Fachdisziplinen erörterten zentrale Anliegen des Vertrages, etwa den Spielerschutz oder Responsible Gambling. Weitere Themen betrafen u.a. aktuelle Entwicklungen zum Online-Glücksspiel bzw. die Einrichtung einer Glücksspielkommission.
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Sportmanipulationen und deren Bekämpfung

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1.  Einführung und Begriffliches

Der Reiz des Sports liegt in seiner Unkalkulierbarkeit. Nichts ist für den Sport entwertender, als wenn das Resultat eines Spiels bereits vor dessen Beginn oder der Sieger schon vor einem Wettkampf feststeht. Gleichzeitig möchte aber, wer eine Sportveranstaltung besucht, beim Verlassen der Sportstätte wissen, wer Sieger ist und nicht nach Tagen oder Wochen erfahren müssen, wem nun der Sieg bspw. „am grünen Tisch“ oder nach Durchführung von (Sport-)Gerichtsverfahren zugesprochen worden ist.1 Es gibt vielerlei Gründe, die dazu führen können, dass mit Abschluss einer Sportveranstaltung das Resultat des Wettkampfs (noch) nicht definitiv feststeht: So etwa, wenn die Verantwortlichen eines Formel 1-Teams beim Bau ihres Autos Bestimmungen des technischen Reglements übersehen und diese somit verletzt haben – dem siegenden Piloten wird der errungene Triumph nach einem Sportgerichtsverfahren wieder aberkannt; aber etwa auch, wenn der Schiedsrichter eines Fussball- oder Eishockeyspiels die Spielregeln falsch angewendet hat – dem dagegen erhobenen Protest wird stattgegeben und das Spiel neu angesetzt; und schliesslich etwa auch, wenn ein Team einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hat – das Spiel wird forfait2 zu Lasten der betreffenden Mannschaft gewertet. Solche Vorgänge kommen ← 47 | 48 → im organisierten Sport immer wieder vor; sie sind in der Regel ärgerlich, sie führen zu Diskussionen, aber sie treffen den Sport nicht bis ins Mark.

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