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Verfügbarkeit und Sucht beim Automatenspiel

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Tilman Becker

Das Buch beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Glücksspielen und dem Ausmaß pathologischen Glücksspiels in der Bevölkerung. Die Thematik wird kontrovers diskutiert und betrifft insbesondere das Automatenspiel. Die Gesetzgebung sieht Maßnahmen vor, die auf eine Verringerung der Gefährdung abzielen. Der Autor stellt verschiedene mögliche Maßnahmen vor und bewertet ihre Wirksamkeit.
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6. Empirische Untersuchungen zu Sperrzeiten

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6. Empirische Untersuchungen zu Sperrzeiten

Neben der geografischen gibt es auch eine zeitliche Verfügbarkeit. Spielhallengesetze sehen neben der Mindestabstandregelung zwischen Spielhallen und dem Verbot von Mehrfachkonzessionen auch die Einführung bzw. Ausdehnung von Sperrzeiten vor. Hierzu liegen nur wenige empirische Untersuchungen vor.

6.1 Australien

In den Bundesstaaten bzw. Territorien Australiens bestehen unterschiedliche Vorschriften zu den Sperrzeiten. In der Regel richten sich die Öffnungszeiten für die Clubs, Hotels und Casinos jedoch nach den Zeiten, in denen Alkohol ausgegeben werden darf.

Im Bundesstaat New South Wales gab es vor 2002 keine Sperrzeiten für Geldspielgeräte. Sie durften rund um die Uhr in Spielstätten (Clubs, Hotels und Casinos) bespielt werden. Im April 2002 wurde von sechs bis neun Uhr eine Sperrzeit eingeführt; ab Mai 2003 wurde diese auf vier bis zehn Uhr ausgedehnt. Allerdings konnten Spielstätten hiervon Ausnahmen beantragen.154

Das Centre of Gambling Research155 berichtet von einer Studie von AC Nielsen/ACGR aus dem Jahr 2003. In New South Wales wurden Problemspieler sowie ihre Familien und Freunde u. a. auch zu den veränderten Sperrzeiten befragt. Die Befragten waren der Meinung, dass die Einführung von Sperrzeiten keine effektive Maßnahme zur Reduzierung des durch das Glücksspiel verursachten Schadens (harm reduction) darstellt. Problematische Spieler waren der Ansicht, dass diese Maßnahme theoretisch eine mögliche Maßnahme zur Schadensminderung darstellt. Es wurden auch 45 Hilfeeinrichtungen befragt. Nur 24 % dieser Einrichtungen gaben an,...

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