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Sozialbewusstsein

Ursprung, Exegese und die Beziehung zum theoretischen Bewusstsein

Sander Wilkens

Sander Wilkens widmet sich in umfassender Weise dem Sozialbewusstsein, welches die Neuzeit charakterisiert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stehen sich zwei Richtungen diametral gegenüber: der Behaviorismus, der es in seiner Eigenständigkeit leugnet, und das gemeinschaftliche Bewusstsein in der Soziologie. Zentrale Themen des Buches sind u. a. die neuzeitliche Klausel der Vereinzelung als fehlbare Abstraktion; instantane, nicht nur reflexive oder kommunikationsbedingte Teilhabe der Vorstellungen und Gedanken; konzentriertes Bewusstsein als realer Fokus/Herd; die Umkehrbarkeit der Perspektive; das gemeinschaftliche Bewusstsein als Sozialbewusstsein.
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Nation in der Nation: Über Befangenheiten, Glücksentwürfe, und das Joch der Neuzeit

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I.

Verdienstvoll, erinnerte Tilman Spengler jüngst an die Spannung zwischen aktiver und passiver Phantasie. Nicht allein wegen des passiven Reservoirs, das zum Lebenskapital rechnen kann, sondern auch wegen des Verweises auf die zuständige Disziplin. Ein Mangel an Psychologie, eine, die mit der Politik, gesellschaftlichem Bewusstsein Schritt hält und imstande, die Realitäten zu vermitteln, begleitet als bestimmter Tenor die folgende Entgegnung. Es gilt, Fuß zu fassen und Boden zu gewinnen in einem Terrain, das sich offenbar ganz an der Grenze der Vorsehung befindet – jener, die in die Zukunft hineinführt und als ein bestimmter Sog auch von dieser her hereinstürzt: soll der zugehörige Weg die ‚Globalisierung‘ heißen, so müsste ihm die Indifferenz zukommen, (einstweilen) in den Zähler oder Nenner zu weichen. Sodann aber gilt es auch, sich der Behauptung zu widmen, es sei mit der chute des Kommunismus (und auch des Sozialismus?) Hegel auf den gefilterten [+/–]-Boden der Ideengeschichte, mithin der Realität zurückgekehrt128. Dass die passive Phantasie, wie der enzyklopädische Artikel lehrt, (nur) zu den Kindern und Naturmenschen führt, gilt es sicher zu bestreiten, auch wenn der Mangel ebenso unbestreitbar ist, circa 70–50 Jahre nach der letzten Enthüllung der menschlichen Seele, welche den stets abenteuerlichen Versuch unternahm, sie sich selbst und zugleich dem Menschen nahe zu bringen, deren adäquate Nachfolgerin zu benennen – es müsste sich um eine Theorie, eine Lehre handeln, der es gelingt, einen der schwierigsten Örter der...

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