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Eine theoretische und empirische Studie über Deutungsmuster von Personalverantwortlichen hoch qualifizierter älterer Arbeitnehmer/innen

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Diana Pantlen

Das Buch beschäftigt sich mit der Problematik der Einstellungsfähigkeit älterer akademisch ausgebildeter Arbeitnehmer (Employability), und zwar unter Bezug auf die Beurteilungskriterien, nach denen Personalverantwortliche mittelständischer Unternehmen im Raum Frankfurt/Main hoch qualifizierte Ältere einzustellen bereit sind. Die grundsätzliche Frage lautet: Haben Personalverantwortliche das Problem des demografischen Wandels erkannt und sind sie hinsichtlich ihrer Einstellungskriterien in der Lage, entsprechende Personalentwicklungsstrategien für ältere Arbeitnehmer zu entwickeln? Mit der Aufdeckung, Klassifizierung und Interpretation von Deutungsmustern legt die Autorin die Logik alltäglicher Denkschemata frei, mit denen das Individuum (Personalverantwortliche) seine sozialen Erfahrungen in einen Funktionszusammenhang bringt.
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7 Einschätzung und Perspektiven weiterer Forschung

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Die Konzentration der vorliegenden Arbeit auf Interviewpartner mittlerer Unternehmen im Bundesland Hessen lässt sich nicht notwendig auf die arbeitsmarktpolitischen Verhältnisse der gesamten Bundesrepublik übertragen. In Ballungsgebieten wie Stadtstaaten wie Hamburg, Bremen oder Berlin werden die Einstellungsverhältnisse älterer Arbeitnehmer/innen und der demografische Wandel anders gelagert sein als im Bundesland Hessen (vgl. IAB-Studie 2013). Zusätzlich dürfte sich die Problematik des demografischen Wandels in unterschiedlichen Ländern der Bundesrepublik in verschiedenen Formen auswirken. Diesbezügliche Unterschiede dürften unter anderem die Verhältnisse in den neuen Bundesländern betreffen. Außerdem herrscht in der Begrenzung der Lebensarbeitszeit eine Fluktuation der politischen Entscheidungen, die weitere Unübersichtlichkeit hinsichtlich des Renteneintrittsalters, der Aktivierung älterer Arbeitnehmer/innen und ihrer arbeitsmarktpolitischen Relevanz betrifft. Wurde noch unter der Rot-Grünen Regierung ein Renteneintrittsalter von 67 Jahren ernsthaft diskutiert, so entsteht mit der Einführung der abschlagsfreien Rente für 63jährige mit 45 Beitragsjahren eine neue arbeitsmarktpolitische Situation, die Auswirkungen auf die in der vorliegenden Arbeit diskutierte Employability älterer Arbeitnehmer/innen im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel haben dürfte. Eine langfristig an der veränderten Alterungsstruktur bundesdeutscher Arbeitnehmer/innen orientierte Politik, wie sie die Rente mit 67 bis zu hohen Graden implizierte, wird durch eine neue Rentenlage abgelöst, die sich auf die Erwerbsbiografien sowohl älterer als auch jüngerer Arbeitnehmer/innen in Form unterschiedlicher neuer Gewichtungen auswirken wird. Zusätzlich demonstrieren die Umfeldiskussionen, dass mit dieser veränderten Politik eine neue Art der Vorruhestandskultur aufkommen kann, die ältere Arbeitnehmer/innen, die ursprünglich weiter...

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