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Sterben und Tod bei Hochaltrigen

Die Rolle von Persönlichkeit, Gesundheit und Religiosität

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Ortrun Reidick

Die Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit ist eines der großen Menschheitsthemen. Unmittelbar konfrontiert sind damit, statistisch gesehen, insbesondere Menschen über 85 Jahre. Doch wie gehen hochaltrige Personen damit um? Hierzu liegen bislang nur wenige Erkenntnisse vor. Die Autorin stellt zunächst Einstellungen zu Sterben und Tod umfassend aus kulturhistorischer und psychologischer Sicht dar. Anschließend präsentiert sie empirische Ergebnisse einer Studie, in der Hochaltrige erstmalig Einblicke in das Tabuthema gewährten. Welche Zusammenhänge bestehen zu Persönlichkeit, Gesundheit und Religiosität? Der Leser erfährt, wie man sich oder Angehörige im Umgang mit dem Lebensende unterstützen kann. Denn Akzeptanz ist auch im hohen Alter möglich, wie die Studie eindrucksvoll belegt. Dieses Buch wurde mit dem Willi-Abts-Preis 2014 der Albert und Loni Simon Stiftung in Mainz zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens im Alter ausgezeichnet.
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4. Methoden

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In den folgenden Abschnitten wird zunächst die Strategie zur Rekrutierung der Teilnehmer geschildert, anschließend wird auf das Studiendesign und das Prozedere der Studiendurchführung eingegangen. Nach der Darstellung der Stichprobe werden die Untersuchungsmaterialien und Messinstrumente skizziert. Abschließend folgt die Beschreibung der Datenaufbereitung und -analyse.

4.1 Rekrutierung

Die Daten der vorliegenden Arbeit wurden im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts „Terminale Veränderungen und Adaptation des subjektiven Wohlbefindens im sehr hohen Alter: Die Rolle physischer Gesundheit und von Ängsten bezüglich Gesundheit und Tod beim Herannahen des Lebensendes“ (im Folgenden mit dem Akronym LateLine abgekürzt) erhoben. LateLine ist eine längsschnittlich angelegte Hochaltrigen-Studie, die von der Abteilung für Psychologische Alternsforschung der Universität Heidelberg seit August 2008 durchgeführt wird. Ziel ist es, psychologische Konsequenzen gesundheitlicher Veränderungen im sehr hohen Alter statistisch abbilden zu können, wobei insbesondere der Einfluss der gesundheitlichen Entwicklung auf das subjektive Wohlbefinden im Vordergrund steht. Kontextuelle Umweltaspekte, gesundheits- und auf die eigene Sterblichkeit bezogene Ängste im Angesicht eines nahen Todes stellen weitere Schwerpunkte dar.

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