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Argumentative Strategien in deutschen und italienischen wissenschaftlichen Artikeln

Am Beispiel der Soziologie und der Sprachwissenschaft

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Tiziana Roncoroni

Gegenstand des Buches ist die Bestimmung globaler Argumentationsstrategien und -stile in wissenschaftlichen Artikeln. Ein kontrastives Verständnis der argumentativen Abläufe bringt der Autorin zufolge große Vorteile für die interkulturelle Kommunikation und Integration. So zeichnet sich der italienische Diskurs durch persönliche Komponenten, Bescheidenheitstopos, induktive, indirekte, graduelle und komplexe Argumentationen aus. Den deutschen Diskurs kennzeichnen dagegen argumentative Stärke, Direktheit und Explizitheit. Die linguistischen Studien sind öfter informativ mit teleologischen Argumenten. In der Soziologie argumentiert man komplex, aber direkt. Diese Unterschiede spiegeln einen zu fördernden Reichtum an Denkweisen und heuristischen Wegen wider.
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4. Bisherige Studien zu Einzelphänomenen und Arbeitshypothesen

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4.  Bisherige Studien zu Einzelphänomenen und Arbeitshypothesen

Die nachfolgende Zusammenstellung zeigt, dass Einzelaspekte der Wissenschaftsstile bereits Gegenstand zahlreicher komparativer Studien waren und dass sich trotz unterschiedlicher Studiendesigns (Ansätze, Textgrundlagen, untersuchte Sprachen und Disziplinen) Berührungspunkte ergeben, von denen sich zum einen Arbeitshypothesen, zum anderen Untersuchungsdimensionen und -phänomene für die hier unternommene empirische Studie (§ 8.2) herleiten lassen.

Die Vielfalt der bisherigen Studien lässt keinen unmittelbaren Vergleich zu, beweist jedoch umso mehr die Relevanz der Untersuchung und das Erkenntnisinteresse bezüglich dieser Phänomene. Die Tabelle fasst die wesentlichen Informationen zu den Arbeiten zusammen, die im Zuge dieses Kapitels in Betracht gezogen werden.

Tabelle 1: Überblick der berücksichtigten Studien zu Einzelphänomenen des wissenschaftlichen Stils.

Im Folgenden werden Merkmale der wissenschaftlich-argumentativen Diskurstraditionen eingeführt und diskutiert, die sich aus den o. g. Studien ableiten lassen und im Zusammenhang mit dem in der vorliegenden Studie gesetzten Schwerpunkt stehen. Sie betreffen vier der sechs Dimensionen (III, IV, V und VI), die als Orientierung für die gesamte Analyse der Argumentation und der argumentativen Strategien gelten: ← 67 | 68 →

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