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Naturwissenschaftliche Bildungsangebote gestalten

Eine Videostudie zur Entwicklung, Anwendung und Validierung eines Beobachtungsinstrumentes für die Erfassung und Beschreibung der Handlungskompetenz frühpädagogischer Fachkräfte

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Mandy Metzner

Mit der qualitativen Videostudie wird ein Instrument zur systematischen Beobachtung frühpädagogischen Handelns entwickelt und erprobt. Hintergrund ist die internationale Bildungs- und Qualitätsdiskussion in der Elementarpädagogik, die ihren Fokus verstärkt auf Erzieher/innen richtet, die mit Kindern im Kindergarten naturwissenschaftliche Lernumgebungen erschließen. Strukturelle Aspekte sowie verbale und nonverbale erzieherische Aktivitäten in gefilmten naturwissenschaftlichen Angeboten lassen sich mithilfe des Instrumentes erfassen und durch sozialkonstruktivistische Prinzipien bewertend beschreiben. Die instrumentgestützte Fremdperspektive eröffnet dem Fallstudientandem eine Entwicklungsmöglichkeit zur Optimierung seiner Kommunikationsstrategien in Gesprächen mit Kindern.
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4. Erkenntnisinteresse der Studie

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Die oben beschriebenen Forschungsverfahren in der Forscherstation eröffnen durch ihre Studienergebnisse viele Möglichkeiten für Anschlussstudien. Ein Erkenntnisinteresse bezieht sich dabei auf die Handlungskompetenz von Erzieher/innen in Kontexten früher naturwissenschaftlicher Bildung. Wie oben dargestellt, wurde von Zimmermann (2011) festgestellt, dass sich Erzieher/innen im Laufe eines 18-monatigen Pilotfortbildungs- und Coachingtreatments bezogen auf ihre Handlungskompetenz instrumentgestützt immer kompetenter einschätzen. Die Frage, die sich daraus ergibt, bezieht sich darauf, wie das Handeln dieser Erzieher/innen in pädagogischen Angeboten aus einer instrumentgestützten Fremdperspektive eingeschätzt werden würde. Werden die Erzieher/innen tatsächlich immer handlungskompetenter? Ergeben sich möglicherweise aus einer Gegenüberstellung zwischen Selbst- und Fremdbild Unterschiede in der Einschätzung der Handlungskompetenz?

Die Relevanz eines systematischen Gegenüberstellens von Selbst- und Fremdeinschätzungen hat neben einer forschungs- und professionalisierungsmethodischen Intention auch eine Bedeutung im aktuellen Personalmanagement. Erzieher/innen verfügen als Mitarbeiter des frühpädagogischen Unternehmens – dem Kindergarten – über Humanressourcen (u.a. Handlungskompetenz), die aufgrund umfangreicher Veränderungsprozesse (vgl. Bildungspläne, Anschlussfähigkeit an Krippe und Schule, usw.) im Sinne einer nachhaltigen Bildung für die Kinder und eines lebenslangen Lernens kontinuierlich aktualisiert, stabilisiert und weiterentwickelt werden sollten. Im Vergleich zwischen Selbst- und Fremdperspektive wird die Möglichkeit gesehen, sogenannte „blinde Flecken“ (vgl. Luft, 1982) im Verhalten einer Person aufzudecken. Daraus könnten gezielte Coachingimpulse bzgl. der Qualität pädagogischen Handelns von Erzieher/innen entstehen. Da in der Forscherstation die Selbst- und Fremdeinschätzungen als kompetenzsteigernde Elemente gesehen werden, womit u.a. professionelle Reflexionsfähigkeit als...

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