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Naturwissenschaftliche Bildungsangebote gestalten

Eine Videostudie zur Entwicklung, Anwendung und Validierung eines Beobachtungsinstrumentes für die Erfassung und Beschreibung der Handlungskompetenz frühpädagogischer Fachkräfte

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Mandy Metzner

Mit der qualitativen Videostudie wird ein Instrument zur systematischen Beobachtung frühpädagogischen Handelns entwickelt und erprobt. Hintergrund ist die internationale Bildungs- und Qualitätsdiskussion in der Elementarpädagogik, die ihren Fokus verstärkt auf Erzieher/innen richtet, die mit Kindern im Kindergarten naturwissenschaftliche Lernumgebungen erschließen. Strukturelle Aspekte sowie verbale und nonverbale erzieherische Aktivitäten in gefilmten naturwissenschaftlichen Angeboten lassen sich mithilfe des Instrumentes erfassen und durch sozialkonstruktivistische Prinzipien bewertend beschreiben. Die instrumentgestützte Fremdperspektive eröffnet dem Fallstudientandem eine Entwicklungsmöglichkeit zur Optimierung seiner Kommunikationsstrategien in Gesprächen mit Kindern.
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6. Pädagogisches Handeln von Erzieher/innen in der naturwissenschaftlichen frühen Bildung

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Die oben dargestellten bildungs- und lerntheoretischen Vorstellungen in der Frühpädagogik bilden eine wegweisende Grundlage für das tatsächliche methodisch-didaktische Handeln von Erzieher/innen. Das pädagogische Handeln einer Erzieher/in ist im Kindergartenalltag sichtbar und beobachtbar. Fritz Oser spricht in seiner Theorie der Basismodelle daher von der Sicht- bzw. Oberflächenstruktur, wenn es um grundlegende Lehrhandlungen von Lehrpersonen geht (Oser & Sarasin, 2013). „Die Oberflächenstruktur des Lernens ist die Ebene bzw. der Gegenstandsbereich der meisten klassischen didaktischen Modelle. Hierunter können alle ‚Lehrhandlungen‘ verstanden werden. Als Beispiele können Handlungsmuster des Unterrichts, Sozialformen, Unterrichtsschritte, Medieneinsatz, Sequenzierung des Unterrichts, Führungsstil etc. angeführt werden. Die Ausführungen bzw. die Ergebnisse von Entscheidungen der Lehrerinnen und Lehrer auf dieser Ebene sind alle beobachtbar, deswegen wird auch von der Sichtstruktur des Lehrens gesprochen. Auf dieser Ebene wird die Kreativität der Lehrenden gefordert“ (Elsässer, 2000, S. 11). Zentral sind Sichtstrukturen in der Auseinandersetzung mit pädagogischer Qualität, wobei die Frage im Raum steht „[w]ie eine Fachkraft agieren [soll], damit sie die Kinder optimal unterstützen, begleiten und fördern kann?“ (Schelle, 2011, S. 12).

„In der Bildungs- und Qualitätsdiskussion gelten heute die Interaktionsprozesse zwischen Erzieher/in und Kinder(-ern) als Schlüsselvariable für den Lern- und Bildungsprozess [der Kinder]. Zur Diskussion steht demnach, durch welche Interaktionsprozesse die Lern- und Bildungsprozesse der Kinder konkret begünstigt werden können. Da es derzeit an Messinstrumenten mangelt, die diese Interaktionen differenziert erfassen, sind detaillierte Interaktionsstudien unerlässlich,...

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