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Naturwissenschaftliche Bildungsangebote gestalten

Eine Videostudie zur Entwicklung, Anwendung und Validierung eines Beobachtungsinstrumentes für die Erfassung und Beschreibung der Handlungskompetenz frühpädagogischer Fachkräfte

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Mandy Metzner

Mit der qualitativen Videostudie wird ein Instrument zur systematischen Beobachtung frühpädagogischen Handelns entwickelt und erprobt. Hintergrund ist die internationale Bildungs- und Qualitätsdiskussion in der Elementarpädagogik, die ihren Fokus verstärkt auf Erzieher/innen richtet, die mit Kindern im Kindergarten naturwissenschaftliche Lernumgebungen erschließen. Strukturelle Aspekte sowie verbale und nonverbale erzieherische Aktivitäten in gefilmten naturwissenschaftlichen Angeboten lassen sich mithilfe des Instrumentes erfassen und durch sozialkonstruktivistische Prinzipien bewertend beschreiben. Die instrumentgestützte Fremdperspektive eröffnet dem Fallstudientandem eine Entwicklungsmöglichkeit zur Optimierung seiner Kommunikationsstrategien in Gesprächen mit Kindern.
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7. Handlungstheoretische Überlegungen

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Das professionelle pädagogische Handeln von Erzieher/innen in Kontexten früher naturwissenschaftlicher Bildung ist der Dreh- und Angelpunkt der Studie. Daher soll im Folgenden der Handlungsbegriff mit seinen Implikationen verdeutlicht werden.

Bisher traten Begriffe wie „Interaktion“, „pädagogisches Handeln“, „verbale und nonverbale Kommunikation“ nebeneinander auf, ohne eine begriffliche Systematik vorgewiesen zu haben. Diese soll im Folgenden – mit Hilfe der Linguistik – verdeutlicht werden, ehe nachfolgend der Handlungsbegriff aus soziologischer Perspektive zugrunde gelegt wird. Linke et al. (1996, S. 173) bringen eine begriffliche Ordnung im Zusammenhang mit „Handeln“ und „Interaktion“ auf verbaler und nonverbaler Ebene hervor (vgl. Abb. 1).

Abb. 1: Einordnung des Begriffs „Handeln“ (Linke et al. 1996, S. 173)



← 83 | 84 → Nach Linke et al. (1996, S. 173) ist kommunikatives Handeln ein Verhalten, das intentional oder nicht intentional sein kann. Ein absichtsvolles Verhalten wird als Handeln bezeichnet. In der Interaktion zwischen Individuen kommt intentionales Verhalten (Handeln) zum Tragen, das partnerorientiert sein muss. Im anderen Fall bleibt es intentionales Verhalten, das nicht partnerorientiert ist. Kommunikation nimmt darauf Bezug, dass alles intentionale und partnerorientierte Verhalten mit Symbolen verknüpft ist. Im Fall nonverbalen Verhaltens werden keine sprachlichen Laute gebildet, sondern nonverbale Symbole verwendet. Nonverbales Verhalten ist Kommunikation auf der Ebene symbolischer Interaktion. Da bei sprachlicher Kommunikation verbale Laute gebildet werden, grenzt sich verbale Kommunikation von nonverbaler Kommunikation ab. Insofern kann von verbalem und nonverbalem Handeln gesprochen werden. Beides ist Kommunikation, die Interaktion und Handlung einschließt. Kommunikatives Handeln ist als intentionales, partnerorientiertes und symbolisches...

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