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Schriftspracherwerb unter sprachlich erschwerten Bedingungen

Eine Untersuchung zur sprachlichen Verarbeitung und zur Rechtschreibung bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen im höheren Grundschulalter

Kathrin Hübner

Bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen (SES) zeigen sich besonders häufig umfangreiche Schwierigkeiten im Erwerb der Schriftsprache. Katrin Hübner stellt diagnostische Erhebungen zur sprachlichen Verarbeitung und zur Rechtschreibung bei Kindern mit SES in Klasse 4 vor, durch die viele Schwierigkeiten in den metasprachlichen Leistungen und in den Strategien des Rechtschreibens aufgedeckt werden. Ihre Ergebnisse zeigen die große Bedeutung individueller und entwicklungsentsprechender Förderung auch im höheren Grundschulalter, die nicht nur orthographische, sondern auch phonologische Förderbedürfnisse berücksichtigt. Gerade vor dem Hintergrund der integrativen bzw. inklusiven Bemühungen bietet das Buch wertvolle Erkenntnisse für die pädagogische Unterrichtspraxis.
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5. Untersuchungsteil II: Hauptuntersuchung Erfassung der phonologischen und orthographischen Leistungen

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5.  Untersuchungsteil II: Hauptuntersuchung Erfassung der phonologischen und orthographischen Leistungen

5.1  Eingangssituation und Zielsetzung

Wie die vorausgegangene ‚Eingangsuntersuchung‘ ergeben hat, zeigen Schüler mit (multimodalen) Sprachentwicklungsstörungen im höheren Grundschulalter im Durchschnitt deutlich schlechtere Rechtschreibleistungen als klassenstufenentsprechende Schüler ohne Sprachstörungen. Allerdings sind hiervon nicht alle Schüler in gleichem Maße betroffen. Deshalb soll der Frage nach spezifischen Ursachen- und Wirkfaktoren innerhalb der Gruppe von Schülern mit umfangreichen Sprachentwicklungsstörungen weiter nachgegangen werden. Ziel der Hauptuntersuchung ist das Aufdecken von sprachlichen Wirkfaktoren mit ‚prädiktivem Charakter‘ bzw. das Auffinden von möglichen Zusammenhängen zwischen spezifischen Teilleistungen der zentralen Sprachverarbeitung und den Rechtschreibleistungen bei der vorliegenden Untersuchungsgruppe.

Entsprechend der eingangs aufgestellten ‚leitenden Untersuchungshypothese‘ (vgl. Kap. 3.2) werden deutliche Unterschiede in den sprachlichen Verarbeitungsleistungen in Abhängigkeit von den Rechtschreibkompetenzen erwartet – auch noch in einer höheren Grundschulklassenstufe. Welche (meta-)sprachlichen Verarbeitungsleistungen aber nun im Einzelnen besondere Relevanz besitzen und signifikante Unterschiede zwischen den Untersuchungsgruppen aufweisen, gilt es durch die nachfolgenden Erhebungen im Detail zu untersuchen.

Damit soll näher erforscht werden, welche spezifischen Zusammenhänge zwischen den Rechtschreib- und den Sprachverarbeitungsleistungen bei der spezifischen Untersuchungsgruppe der Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen bestehen. Dabei werden sowohl quantitative als auch qualitative Zugänge der Auswertung gewählt, um der Vielfalt und Komplexität des Forschungsgegenstandes Rechnung zu tragen und möglichst umfassend analysieren zu können (vgl. Kammermeyer 2003, 255).

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