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Schriftspracherwerb unter sprachlich erschwerten Bedingungen

Eine Untersuchung zur sprachlichen Verarbeitung und zur Rechtschreibung bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen im höheren Grundschulalter

Kathrin Hübner

Bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen (SES) zeigen sich besonders häufig umfangreiche Schwierigkeiten im Erwerb der Schriftsprache. Katrin Hübner stellt diagnostische Erhebungen zur sprachlichen Verarbeitung und zur Rechtschreibung bei Kindern mit SES in Klasse 4 vor, durch die viele Schwierigkeiten in den metasprachlichen Leistungen und in den Strategien des Rechtschreibens aufgedeckt werden. Ihre Ergebnisse zeigen die große Bedeutung individueller und entwicklungsentsprechender Förderung auch im höheren Grundschulalter, die nicht nur orthographische, sondern auch phonologische Förderbedürfnisse berücksichtigt. Gerade vor dem Hintergrund der integrativen bzw. inklusiven Bemühungen bietet das Buch wertvolle Erkenntnisse für die pädagogische Unterrichtspraxis.
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7. Untersuchungsteil IIb: Erfassung der Leistungen zur orthographischen Sprachverarbeitung und Sprachbewusstheit

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7.  Untersuchungsteil IIb: Erfassung der Leistungen zur orthographischen Sprachverarbeitung und Sprachbewusstheit

Abb. 68:  Strukturübersicht über die Untersuchungsbereiche und Tests zur Erfassung der metasprachlichen Verarbeitung mit Markierung (orange) der Leistungen zur orthographischen Sprachverarbeitung und Sprachbewusstheit (IIb)



* Der Testteil ‚orthographischer Wortabruf‘ gehört inhaltlich zum Bereich der orthographischen Leistungen (IIb), wurde aber entsprechend der Durchführungsreihenfolge im ersten Untersuchungsteil (IIa) mit dargestellt.

Wie bei der Eingangstestung mit der HSP bereits dargelegt wurde, unterscheiden sich die Rechtschreibleistungen der beiden Untersuchungs-Extremgruppen in allen Strategieleistungen voneinander (vgl. Kap 4.5.3). Geht man aufgrund der berlinweit flächendeckend angelegten Untersuchung (schul-/klassenübergreifender Vergleich) von vernachlässigbaren Unterschieden in den Lehr- und Lernanboten und von sogenannten rahmenplanorientierten ‚Mindeststandards‘ im Lehrangebot aus, so leitet sich aus dem stark unterschiedlichen Rechtschreibentwicklungsstand in den beiden Untersuchungsgruppen UG„gut“ und UG„schlecht“ die Annahme ab, dass die untersuchten Schüler die Lernangebote ← 319 | 320 → nicht in derselben Weise in ihre persönliche Rechtschreibentwicklung integrieren konnten. Mögliche Ursachen sind in den lautsprachlichen Entwicklungs- und Verarbeitungsschwierigkeiten der Kinder zu vermuten. Auf phonologischer Ebene wurden entsprechende Teilleistungen bereits in Untersuchungsteil IIa erhoben. Untersuchungen auf orthographisch-morphologischer Ebene sollen nun folgen.

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