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Schriftspracherwerb unter sprachlich erschwerten Bedingungen

Eine Untersuchung zur sprachlichen Verarbeitung und zur Rechtschreibung bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen im höheren Grundschulalter

Kathrin Hübner

Bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen (SES) zeigen sich besonders häufig umfangreiche Schwierigkeiten im Erwerb der Schriftsprache. Katrin Hübner stellt diagnostische Erhebungen zur sprachlichen Verarbeitung und zur Rechtschreibung bei Kindern mit SES in Klasse 4 vor, durch die viele Schwierigkeiten in den metasprachlichen Leistungen und in den Strategien des Rechtschreibens aufgedeckt werden. Ihre Ergebnisse zeigen die große Bedeutung individueller und entwicklungsentsprechender Förderung auch im höheren Grundschulalter, die nicht nur orthographische, sondern auch phonologische Förderbedürfnisse berücksichtigt. Gerade vor dem Hintergrund der integrativen bzw. inklusiven Bemühungen bietet das Buch wertvolle Erkenntnisse für die pädagogische Unterrichtspraxis.
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8. Zusammenfassung und Ausblick

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8.  Zusammenfassung und Ausblick

8.1  Ergebnisse der Untersuchung

Das Hauptanliegen dieser Arbeit besteht darin, die sprachlichen Verarbeitungs- und Bewusstheitsleistungen von Kindern mit multimodalen Sprachentwicklungsstörungen570 differenziert zu erheben, die auch noch im höheren Grundschulalter den Schriftspracherwerb erschweren.

Die Untersuchung basiert dabei auf der Annahme eines zentralen Sprachverarbeitungssystems, das lautsprachliche und schriftsprachliche Leistungen über sogenannte metasprachliche (Verarbeitungs-)Fähigkeiten miteinander verbindet. In Anlehnung an das Modell von Stackhouse & Wells (1997)571 zur ‚phonologischen Bewusstheit‘ erfolgte im Rahmen der Konzeption der eigenen Untersuchung eine Erweiterung des Modells um zusätzliche Bereiche der zentralen Sprachverarbeitung – speziell in Hinblick auf orthographische Fragestellungen. Im Fokus der eigenen Untersuchung stehen Anteile der phonologischen und orthographischen Sprachverarbeitung und die entsprechenden Anteile des mentalen Lexikons. Eine angenommene Interdependenz in der Entwicklung dieser zentralen Sprachverarbeitungsleistungen führt zu der Frage nach möglichen Beeinflussungsfaktoren bis hin ins fortgeschrittene Grundschulalter – speziell beim Vorliegen von Sprachentwicklungsstörungen. Die Ergebnisse der explorativ konzipierten Studie sollen dazu dienen, spezielle Wirkzusammenhänge zwischen schriftsprachlichen und lautsprachlichen Leistungen aufzudecken, um Rückschlüsse für die Verbesserung auch von frühen Lernprozessen treffen zu können. Aus der entsprechenden Analyse sollen Schlussfolgerungen für effektivere Veränderungen in den Vermittlungsprozessen möglich werden. Dabei werden Befunde im fortgeschrittenen Lernprozess zum Anlass genommen, um mögliche ‚Störstellen‘ im Rechtschreiberwerb einzugrenzen und Lösungsansätze für eine effektivere Förderung zu konzipieren. Wie die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, sind Kinder mit multimodalen Sprachentwicklungsstörungen für das...

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