Show Less
Restricted access

Zur Kultur der DDR

Persönliche Erinnerungen und wissenschaftliche Perspektiven- Paul Gerhard Klussmann zu Ehren

Series:

Frank Hoffmann

Das Zusammenwachsen Deutschlands seit 1990 wurde von oft persönlich verletzenden Auseinandersetzungen über die Kultur der DDR und ihre ideologischen Grundlagen begleitet. Mancher Literatur- oder Bilderstreit wurde fast als Stellvertreterkrieg inszeniert. Die Beiträge dieses Bands plädieren, oft mit lebensgeschichtlicher Beglaubigung, für eine Versachlichung des Dialogs, ohne die Unterschiede von Diktatur und Demokratie einzuebnen. Mit einem weiten Kulturbegriff zeichnen sie ein differenziertes Bild kultureller Lebenswelten der DDR: von den Künsten und der Literatur über Wissenschaft, Mode, Konsumkultur und Auszeichnungswesen bis zu Geschichtsbewusstsein, Schule, Bildung und der Gegenwelt des evangelischen Pfarrhauses. Nationale und internationale Kontexte der DDR-Kultur werden erkennbar.
Show Summary Details
Restricted access

Nicht nur Trabi und Goldbroiler – Konsumkultur in der DDR

Extract



Anna Kaminsky

(Specific) deficiency and supply shortages were part of the everyday life in the GDR. Is it possible to claim a ‘consumer culture’ in such a living environment at all, which exceeded the basic needs of clothing, food and dwelling coverage? The responses in the paper stress the principal contradictions of this world of commodities – up to the subsequent fascination by the distinctive “taste“ of the GDR (after 1990). At the same time the paper recalls several stages of development and peculiarities of the world of shopping in the GDR.

Der Titel des Beitrags gibt bereits die Richtung vor und provoziert die Frage: Welche Vorstellungen existieren eigentlich über das Leben in der DDR und vor allem über den Alltag und die Konsumwelt? Da sind einerseits die immer wieder bemühten Bilder von langen Menschenschlangen vor Geschäften, in deren Schaufenstern oftmals SED-Losungen statt Waren auslagen, und die Bilder von grauen, verfallenden Innenstädten. Da sind Bilder von der sichtbaren Umweltverschmutzung, die großen Schaumblöcke auf den Flüssen, die aussahen wie Eis und vor denen wir gewarnt wurden: Nur ja nicht zu versuchen, darauf Eis zu laufen! Das sei kein Eis und wir könnten ertrinken. Oder die abgestorbenen Bäume im Chemiedreieck Halle – Wolfen – Bitterfeld. Andererseits verbinden viele Menschen mit der Erinnerung an die DDR Bilder von putzigen Produkten mit eigenartigen Namen wie „Goldbroiler“, „Komplexannahmestelle“ oder „Trabant“ – die in ihrem Aussehen für die Menschen in Ost wie West vor allem...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.