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Topografías culturales del Camino de Santiago – Kulturelle Topographien des Jakobsweges

Edited By Javier Gómez-Montero

A la luz de los más recientes estudios jacobeos, escritos de peregrinación y la literatura ficcional o testimonial, en el volumen se contrastan relatos de viajeros a Compostela procedentes de los confines de Europa con la iconografía jacobea, incidiendo también en espacios hasta ahora poco estudiados. Se va así completando el mapa de la cultura jacobea en toda Europa desde la Edad Media hasta nuestros días. Desde siempre las señas de identidad del Camino de Santiago quedaron reflejadas en la literatura, el arte y hoy en los espacios virtuales, como espacio de la memoria individual y colectiva, de la imaginación y de la identidad. La perspectiva interdisciplinar del libro abre nuevas calas en la enorme proyección histórica, artística y literaria del culto jacobeo no sólo en Europa, sino incluso en Argentina, haciendo especial hincapié en los aspectos más específicos del imaginario propio de cada región.
Pilger- und Reiseberichte, fiktionale und autofiktionale Texte sind ebenso Gegenstand der Studien wie die ikonographischen Modelle und Traditionen, die in ihrer räumlichen Ausdifferenzierung im Laufe der Jahrhunderte entstanden und für die Konstitution eines spezifischen Imaginariums maßgeblich geworden sind. Literatur, Kunst und Medien reflektieren den Jakobsweg als einen Raum der Erinnerung, der Identität, der Sprachen und der Imagination. Die transdisziplinäre Perspektive des Bandes schlägt neue Seiten in der Erforschung des Jakobsweges auf, indem dessen anthropologische Projektion bis in unsere Tage hinein ins Auge gefasst wird und dabei bisher kaum berücksichtigte Aspekte und Räume des literarischen, kunsthistorischen und ethnographischen Imaginariums nicht nur in Europa, sondern zum Beispiel auch in Argentinien untersucht werden.
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Vorwort

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Der Jakobsweg, sofern man ihn als kulturhistorisches Phänomen betrachtet, konstruiert eine vieldeutige Topologie zwischen Transzendenz und Innerweltlichkeit, zwischen Heiligem und Profanem, er verläuft noch ganz in der konkreten und endlichen Welt nordspanischer Landschaften und ist doch immer schon auf das Andere der Heilszeit hin geöffnet. Auf dem Boden dieses grundsätzlichen Spannungsfeldes lässt sich eine zentrale Bedeutungsebene ausmachen, die im Mittelpunkt des vorliegenden Bandes stehen soll, nämlich die Dimension des Camino als anthropologischer Raum, dessen komplexe profane und sakrale Topographie eine in langen Jahrhunderten gewachsene Altvertrautheit besitzt und dem Menschen somit zuverlässige loci der Selbstverortung anbieten kann. Gerade auch jenseits von Marc Augés Raumbegriff des ‚(nicht)anthropologischen Ortes‘ umgreift die kulturanthropologische Zugangsweise auch gewachsene symbolische Strukturen, deren Erfahrungsweise – im Sinne von Cassirers Überlegungen zum symbolisch handelnden Menschen – gleichermaßen vom Mythischen und Religiösen, von der Sprache, der Literatur und der Kunst beeinflusst wird.

Zu den historisch differenzierten Ausprägungen der Kulturanthropologie des Jakobsweges mag gehören, dass er zunächst sakrale Orte verband und dabei nahe und fernere Punkte einer sakralen Topographie verknüpfte; heute sind es vor allem Städte, oft Großstädte oder gar Mega-Cities, die der Jakobsweg miteinander verbindet. Mit Michel Foucault könnte hier der ‚andere Raum‘ der Heterotopie in Stellung gebracht werden, die zeitgenössischen Erlebnisformen legen aber vor allem die Annahme nahe, dass der Jakobsweg in unseren Tagen gerade auch als Heterochronie aufzufassen ist, weist doch die säkularisierte spätere...

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