Show Less
Restricted access

Partikeln im komplexen Satz

Mechanismen der Lizenzierung von Modalpartikeln in Nebensätzen und Faktoren ihrer Verwendung in komplexen Sätzen- Kontrastive Untersuchung am Beispiel der Partikeln "ja, doch </I>und "denn </I>im Deutschen und "ведь [ved’], же [že] </I>und "вот

Series:

Anna Averina

Das Buch bietet eine systematische Untersuchung von Mechanismen der Lizenzierung der Modalpartikeln ja, doch und denn im Deutschen und ведь [ved’], же [že] und вот [vot] im Russischen in Nebensätzen. Folgende Fragen werden diskutiert: Wie hängt die Lizenzierung der Modalpartikeln im Nebensatz mit semantischen, grammatischen, kommunikativen und pragmatischen Besonderheiten des Matrixsatzes zusammen? Wie sollte die Definition des Phänomens «illokutiv selbstständiger Satz» formuliert werden? Was ist der Grund für die Verwendung der Modalpartikeln in Nebensätzen? Können die Modalpartikeln auch in Nebensätzen in der Funktion von Konnektoren verwendet werden? Was beeinflusst die Lesarten der Modalpartikeln? Wodurch unterscheiden sich die Modalpartikeln in der Konnektorenlesart von Subjunktoren mit entsprechender Semantik?
Show Summary Details
Restricted access

3. Faktoren der Verwendung von Modalpartikeln in Haupt- und Nebensätzen

Extract



3.1 Die Rolle von Nebensätzen mit Modalpartikeln in der Illokutions-, Informations- und Argumentationsstruktur des Textes

In Kapitel 2 habe ich Faktoren der Lizenzierung von Modalpartikeln in Nebensätzen analysiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass die illokutive Selbständigkeit des Nebensatzes ein grammatisches, semantisches und kommunikatives Phänomen ist. Die Faktoren der Verwendung von Modalpartikeln in Nebensätzen sind aber m.E. in erster Linie pragmatischer Natur. Die Faktoren der Lizenzierung und Faktoren der Verwendung stellen ein Zusammenspiel von Grammatik, Semantik und Pragmatik dar.

Da Modalpartikeln anaphorisch sind, haben sie oft einen Bezug auf den vorangestellten Satz auch dann, wenn sie im Nebensatz auftreten. Daraus folgt, dass ihr Illokutionspotenzial auf der satzübegreifenden Ebene aufgeschlossen werden sollte. Ich stimme Margareta Brandt und Inger Rosengren401 völlig darin zu, dass der Text sowohl eine sprachlich-grammatische als auch eine sprachlich-pragmatische Dimension aufweist402.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.