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Partikeln im komplexen Satz

Mechanismen der Lizenzierung von Modalpartikeln in Nebensätzen und Faktoren ihrer Verwendung in komplexen Sätzen- Kontrastive Untersuchung am Beispiel der Partikeln "ja, doch </I>und "denn </I>im Deutschen und "ведь [ved’], же [že] </I>und "вот

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Anna Averina

Das Buch bietet eine systematische Untersuchung von Mechanismen der Lizenzierung der Modalpartikeln ja, doch und denn im Deutschen und ведь [ved’], же [že] und вот [vot] im Russischen in Nebensätzen. Folgende Fragen werden diskutiert: Wie hängt die Lizenzierung der Modalpartikeln im Nebensatz mit semantischen, grammatischen, kommunikativen und pragmatischen Besonderheiten des Matrixsatzes zusammen? Wie sollte die Definition des Phänomens «illokutiv selbstständiger Satz» formuliert werden? Was ist der Grund für die Verwendung der Modalpartikeln in Nebensätzen? Können die Modalpartikeln auch in Nebensätzen in der Funktion von Konnektoren verwendet werden? Was beeinflusst die Lesarten der Modalpartikeln? Wodurch unterscheiden sich die Modalpartikeln in der Konnektorenlesart von Subjunktoren mit entsprechender Semantik?
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Schlussbemerkungen

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Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Syntax, Semantik und das Funktionsspektrum von Modalpartikeln im Deutschen und im Russischen; sie geht auf die Faktoren der Lizenzierung und Faktoren der Verwendung dieser Wörter in Nebensätzen ein und beschreibt ihre Lesarten im einfachen und im komplexen Satz.

Für die Modalpartikeln im Russischen ist es typisch, dass sie im linken Satzteil platziert sind. Ihre syntaktischen Bewegungen sind zwar begrenzt, aber nicht ausgeschlossen, was von der Sprecherintention sowie von kommunikativen Besonderheiten des Satzes abhängt. An mehreren Belegen habe ich veranschaulicht, dass die Partikelsyntax im Russischen sowohl pragmatische als auch syntaktische Kategorien kodiert: Nominalgruppen, Taktgruppen, feste Wortverbindungen, Klitika. An der Spitze kann der Hörerbezug sowohl einbezogen als auch nicht mit einbezogen sein (im Falle mit der Partikel vot). Die Partikel že, die in der Wackernagelposition steht, kann sowohl präsupponiertes als auch neues Wissen markieren, was von ihrer Funktion abhängt: Wenn sie als Verstärkungswort auftritt, ist das Hörerwissen immer miteinbezogen. Die Partikel ved’ führt allgemein bekanntes Wissen ein, mit ihrer Verschiebung können zusätzliche semantische Bedeutungsschattierungen entstehen.

Nach meinen Beobachtungen sind Modalpartikeln im Russischen an der Satzspitze entweder satzverknüpfende Einheiten oder Marker der rhetorischen Aktivität des Sprechers. Als satzverknüpfendes Element betrachte ich die Modalpartikel vot; die Modalpartikel ved’ im Russischen, die an der Satzspitze auftritt, habe ich als Mittel zur Verstärkung der Aussagekraft betrachtet.

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