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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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15 Spiel und Sport als Regenerierungsmittel entwickelter Gesellschaften

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Das Spiel ist zunächst und vor allem eine Sache der Kinder. Das gilt sowohl menschheits- wie individualgeschichtlich. Ersteres ist aus der Tatsache zu erschließen, dass sogar junge Wildtiere spielerisch miteinander raufen, was in ähnlicher Weise für junge Frühmenschen Tatsache gewesen sein wird, zumal es auch bei gegenwärtigen Kindern nicht gerade selten vorkommt. Bei heutigen Kindern erschöpft sich das Spielen allerdings nicht in frühzeitigen Positionskämpfen, die funktional auf die körperlich kämpferische Behauptungsfähigkeit im Erwachsenenleben vorbereiten, sondern es hat sich entsprechend der zivilisatorisch-technischen Entwicklung der Menschengesellschaften zunehmend auf Nachahmungsversuche der von den Erwachsenen angewandten Technikbeherrschung verlagert. So versuchen heutige Kinder, Spielfahrzeuge in Gang zu setzen und zu beherrschen, vielleicht sogar zu reparieren, Puppen an- und auszuziehen, zu telefonieren oder einen Kleincomputer zu bedienen. Das alles ist für das künftige Leben der Kinder, wie wir wissen, äußerst wichtig und wird deshalb von Eltern und Erziehern in aller Regel mit entsprechendem Spielzeug gefördert.

Das Spiel erhält für die mit brauchbarem Spielzeug ausgestatteten und angeleiteten Kinder auch deshalb einen besonderen Reiz, weil sie in der Regel selbst bestimmen können, was, womit und mit wem sie jeweils spielen wollen und in welcher Weise. Damit erleben sie das für fortgeschrittene demokratisierte Gesellschaften entscheidende Moment der Freiheit oder Selbstbestimmung, allerdings auch das des Misserfolgs oder der Enttäuschung, wenn ein gerade errichtetes Bauklotzgebäude zusammenstürzt oder ein anderes Kind das Lieblingsauto weggenommen hat. Allerdings sind solche...

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